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Münchner Spitzengespräch der Wirtschaft hat eine lange Tradition

Das Münchner Treffen zwischen den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und der Bundesregierung am Rande der Internationalen Handwerksmesse (IHM) hat eine lange Tradition.

ddp-vwd MÜNCHEN. Erstmals gab es eine solche Unterredung bei der IHM im Jahr 1965 zwischen Handwerk und Großindustrie. Daran nahmen damals prominente Vertreter der Spitzenorganisationen sowie der Bundes- und Länderbehörden teil. Dabei ging es darum, die Beziehungen zwischen Großwirtschaft und den Klein- und Mittelbetrieben zu überdenken.

In den darauffolgenden Jahren entwickelten sich diese Treffen immer mehr zu einem Fachdialog zwischen der Wirtschaft und dem jeweiligen Fachminister auf Bundesebene. Führende Repräsentanten der Spitzenverbände setzten sich mit den Politikern an einen Tisch, um drängende wirtschaftspolitische Probleme zu beraten. Unter Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) wurde in den 80er Jahren dieses Prinzip durchbrochen: Kohl machte den Fachdialog - zur Freude der Beteiligten - zur Chefsache.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) knüpfte an die Tradition seines Vorgängers an und erschien ebenfalls persönlich beim so genannten Münchner Spitzentreffen der Deutschen Wirtschaft. Entschuldigen ließ er sich bislang nur einmal: Als 1999 im Zuge des Kosovo-Konflikts die Zeichen auf Sturm standen, schickte er seinen gerade neu ernannten Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) in die Bayern-Metropole.

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