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Müntefering: Ampelkoalition im Bund unwahrscheinlich

Die SPD setzt im anstehenden Bundestagswahlkampf nach Worten ihres Generalsekretärs Franz Müntefering auf ihre eigene Stärke. "Wahlkampf machen wir für uns selbst. Da wird es keinen Koalitionswahlkampf geben", sagte Müntefering am Montag im Deutschlandradio Berlin.

dpa BERLIN. Seine Partei müsse auf seine eigenen Kandidaten und insbesondere auf Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vertrauen. Dennoch wolle man die jetzige Regierungskoalition mit den Grünen nach Möglichkeit fortsetzen. Eine gute Mannschaft müsse nicht ausgewechselt werden. Eine Ampelkoalition als Regierungsmodell hält Müntefering dagegen für unwahrscheinlich. "Ausschließen darf man nichts in der Demokratie, aber es ist für mich schwer vorstellbar."

Bei der bevorstehenden Regierungsentscheidung zur Entsendung von Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan befürchtet Müntefering keine Zereissprobe für das amtierende rot-grüne Bündnis. Deutschland habe Unterstützung beim Kampf gegen den Terrorismus und bei der Friedenssicherung zugesagt. Voraussetzung für einen Einsatz sei die Befürwortung durch die Vereinten Nationen. Daran müssten sich mehrere Länder beteiligen, auch Deutschland dürfe sich da "nicht ausschließen", sagte Müntefering.

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