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Müntefering verteidigt Däubler-Gmelin

Im Streit um den angeblich von Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) geäußerten indirekten Vergleich zwischen US-Präsident George W. Bush und Hitler stellt sich SPD-Generalsekretär Franz Müntefering vor die Justizministerin.

ddp BERLIN. Im ZDF -"Morgenmagazin" sagte Müntefering am Freitag in Berlin, die Ministerin habe ihm in einem persönlichen Gespräch versichert, sich nicht entsprechend geäußert zu haben. Däubler-Gmelin habe gesagt, hier werde der Versuch gemacht, sie öffentlich zu diskreditieren.

Müntefering zeigte sich zugleich verwundert über die "schnellen Reaktionen aus Washington". Seiner Auffassung nach hätte sich die US-Regierung zunächst an die Ministerin selbst wenden sollen, um die Vorwürfe zu klären. Ein Sprecher des Weißen Hauses hatte den angeblichen Vergleich der deutschen Ministerin als "empörend und unerklärlich" zurückgewiesen.

Däubler-Gmelin soll die Angriffspläne von US-Präsident Bush auf den Irak als Ablenkungsmanöver von innenpolitischen Problemen kritisiert und ein solches Verfahren als "beliebte Methode seit Adolf Hitler" bezeichnet haben.

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