Mugabe liegt bei Stimmenauszählung vorn
Militär bringt sich in Simbabwe in Stellung

In Simbabwe liegt Amtsinhaber Robert Mugabe (78) nach Auszählung von mehr als zwei Dritteln der 120 Wahlkreise klar in Führung. Nach Angaben der zentralen Wahlbehörde vom Mittwoch hat er gegen seinen Herausforderer Morgan Tsvangirai (50) einen Vorsprung von rund einer Viertelmillion der Stimmen.

dpa HARARE. Das Endergebnis wird für den Vormittag erwartet. Aus Furcht vor Ausschreitungen hat die Regierung Armee und Polizei in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Die unabhängige Zeitung "Daily News" berichtet am Mittwoch auf ihrer Titelseite über den Aufmarsch von Truppen in mehreren Städten des Landes. Schwer bewaffnete Soldaten seien in Bulawayo in den meisten Teilen der Stadt in Stellung gegeben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die oppositionelle Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC).

Norwegische Wahlbeobachter hatten den Ablauf der Wahl zuvor scharf kritisiert. Die Norweger stellen die einzige europäische Delegation in dem südafrikanischen Land. Sie beklagten eine Einschüchterung der Opposition im Wahlkampf, eine völlig unangemessene Wahl-Infrastruktur in der Hauptstadt Harare sowie die sehr späte Information der Wähler über wichtige Regeln. Auch unabhängige Hilfsorganisationen und die Opposition schlossen sich der Kritik an.

Insgesamt waren 5,6 Mill. Simbabwer aufgerufen, ihren Präsidenten zu wählen. Die Wahlurnen waren am Dienstag nach Schließung der letzten Wahllokale versiegelt in die Auszählungszentren der 120 Wahlkreise transportiert worden.

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