Mullah Omar im Süden Afghanistans ausgemacht
Französischer Minister: Bin Laden vermutlich tot

Der französische Verteidigungsminister Alain Richard schließt nicht aus, dass El-Kaida-Führer Osama bin Laden tot ist.

wiwo/ap/afp PARIS. Man habe schon lange keine Spur mehr von ihm, sagte Richard am Donnerstag im Radio Europe-1. Es sei sehr wahrscheinlich, dass Bin Laden während der Angriffe der Anti-Terror-Koalition auf Afghanistan getötet worden sei, mutmaßte der Verteidigungsminister.

Es gebe drei Hypothesen über das Schicksal des mutmaßlichen Drahtziehers der Terroranschläge vom 11. September. Entweder habe Bin Laden sich in die Nähe der noch umkämpften Gebiete in Afghanistan geflüchtet - doch halte er dies nicht für die wahrscheinlichste Möglichkeit. Bin Laden könne aber auch über Pakistan geflüchtet oder getötet worden sein, erklärte der Minister.

Der ebenfalls fieberhaft gesuchte Taliban-Chef Mullah Mohammed Omar sei dagegen im Süden Afghanistans aufgespürt worden; er werde aber «von Stammesgruppen geschützt». Mullah Omar sei «sehr beweglich», betonte Richard.

Richard sprach von einer Änderung der amerikanischen Afghanistan-Politik. Zunächst habe Washington die Parole ausgegeben, El Kaida und die Taliban zu beseitigen und das Land dann wieder zu verlassen. Doch die USA seien sich darüber klar geworden, dass die Stabilisierung Afghanistans auch eine Sicherheitsgarantie für sie sei.

Die französische Luftwaffe ist an der jüngsten US-Angriffswelle im Rahmen der «Operation Anaconda» in Afghanistan beteiligt.

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