Multi-Access ist der Gegenentwurf zu I-Mode
Multi-Access – was für ein alter Hut!

Dieses Motto haben bereits einige deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber verinnerlicht und nicht gerade eine Success-Story hingelegt. Multi-Access - das ist ein Modell der Vergangenheit und keine Formel für die Zukunft, hört man immer wieder. Falsch!

Meine These lautet: Es gibt bislang kein wirkliches Multi-Access-Portal! Multi-Access ist der Schlüssel für Kunden-Convenience und damit zum zukünftigen Erfolg. Und Multi-Access ist der Gegenentwurf zu I-Mode, die schlüssige Antwort auf einen Ansatz, der nur mit speziellen Endgeräten funktioniert!

Warum? Quam setzt auf die Multi-Access-Philospophie. Die Company launcht in diesen Tagen ein neues Portal und ich behaupte, dass es das erste Multi-Access-Portal ist, das diesen Namen verdient. Hier findet man nicht nur eine Web/Wap-Verknüpfung: Mit Hilfe neuster Technik werden sämtliche Channels und sämtliche Endgeräte unterstützt. Web, Wap, PDAs, TV mit Set-Top-Boxen: Auf über 160 Endgeräte mit sämtlichen Browsertypen wird die Darstellung von Inhalten und Services optimiert.

Für alle Endgeräte benötigt der Kunde nur ein Password und kommt damit in seine personalisierte Welt - und die kann für WAP anders aussehen als für den PDA oder fürs Web. Denn im WAP interessieren vielleicht nur Börseninfos, Verkehr und Wetter, für den PDA möchte der Kunde vielleichtzusätzlich Politik-News bekommen und im Web zudem Sport- und Entertainmentangebote mit Streaming-Content nutzen. Kein Problem: Das Dienste-Angebot kann der Nutzer pro Channel spezifisch nach seinen Nutzungsgewohnheiten personalisieren - schließlich ist sein Nutzerverhalten im Web anders als für den PDA, via Wap oder künftig bei iTV. Meine These lautet: Nur wer dem Kunden diese gesamte verknüpfte Kommunikationswelt mit einem für jeden Kanal individualisierbaren Portal anbietet, wird bestehen können!

Die wirklichen Grundbedürfnisse der Nutzer mobiler Dienste lassen sich auf zwei Begriffe reduzieren: Nutzwert und Spaß. Information und Entertainment. Beides will der Nutzer in jeder Lebenslage auf den jedem erdenklichen Endgerät. Diese Nachfrage wird die Dynamik des Marktes bestimmen.

Ich weiß: Der Trend zur Konvergenz mit der Verschmelzung der Endgeräte ist eine Binsenweisheit! Jeder redet von "anytime, anywhere, any device". Jedes Unternehmen betet diesen Dreisatz in schicken Powerpoint-Präsentationen. Und dennoch handeln die wenigsten danach. Sonst würde aktuell nicht so hitzig über I- Mode diskutiert. Dabei ist dieser Ansatz das krasse Gegenteil von "any device". I Mode ist "one device". Die Botschaft für den Verbraucher lautet: Wenn Du unsere Services nutzen willst, musst Du dieses Endgerät nutzen.

Aus meiner Sicht ist das der falsche Weg: Denn der Kunde will die Dienste und Informationen, die er braucht, schnell und einfach abrufen, auf jedem Gerät und optimiert für das jeweilige Display. Wenn ich heute ein Nokia 6210 besitze, kann der Nutzer ein schwarz-weiß textbasiertes Wap-Portal bekommen, wenn er ein SonyEriccson T 68i mit Farbdisplay besitzt, nutze er ein Colour-Wap-Portal mit Fotos und bekomme in der gleichen User-Experience alle Inhalte, die ihm auch der japanische one-device-Ansatz offeriert.

Deshalb: Multi-Access, die Philosophie, jeden Content und jede Applikation jederzeit, passend und personalisiert auf jedes denkbare Endgerät zu bringen, ist mehr denn je der Schlüssel zur mobilen Zukunft - und keineswegs die Limitierung auf ein / zwei / drei Geräte.

Schreiben Sie dem Autor: Matthias.Immel@g3g.QUAM.com

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