Multi-Asset-Fonds
Alles in einem Korb

Diversifikation ist angesagt: Multi-Asset-Fonds kombinieren unterschiedliche Anlagen. Das streut die Risiken und liefert langfristig Steuervorteile. Derzeit kommt fast wöchentlich ein neues Produkt dieser Art auf den Markt.

DÜSSELDORF. Es ist eine gefährliche Zwickmühle für Anleger: Egal, ob Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien: Die Fünfjahresbilanz fällt derzeit für die wichtigsten Vermögensklassen durchweg extrem positiv aus. Selbst wer einen Goldbarren oder Silbermünzen im Banksafe hat, bekommt dafür heute rund zweieinhalb mal so viel wie noch vor fünf Jahren. Historisch ist dieser Gleichlauf der Anlageklassen eine Anomalie – und zudem gefährlich. Denn Anlegern geht das Gespür dafür verloren, dass langfristig nicht die Wahl der Einzelwerte, sondern die Verteilung des Vermögens über verschiedene Anlageklassen für eine möglichst hohe Rendite bei zugleich geringem Risiko sorgt.

Diversifikation ist angesagt – doch das ist leichter gesagt als umgesetzt. Hinter dem Trio von Aktien, Anleihen und Immobilien endet in der Regel die Bereitschaft von Privatanlegern, das Depot zu diversifizieren. Gleich eine Reihe von neuen Produkten, sogenannte Multi-Asset-Fonds, offerieren Abhilfe. Sie stellen Anlegern in Aussicht, alle wichtigen Anlageklassen mit einem Produkt abzudecken.

Wie sieht ein solcher Alleskönner nun aus? Bereits seit 2005 am Markt ist der NV Strategie Quattro Plus AMI, der breit über viele Anlageklassen gestreut ist. „Wir investieren derzeit in Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Währungen“, berichtet Christian Gruben von der Neue Vermögen AG (NV), die ihr Know- how in das Produkt der Fondsgesellschaft AmpegaGerling einfließen läßt. Durch diese Mischung will der unabhängige Vermögensverwalter das Risiko der Anlage verringern. „Kapitalmarktanalysen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass ein gleichgewichtetes Portfolio aus Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Immobilienaktien (Reits) im Vergleich zum MSCI-Weltaktienindex ähnlich hohe Renditen bei halbem Risiko erzielen konnte“, erläutert Gruben.

Ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken fasziniert besonders die Reichen dieser Welt. Sie haben ihr Vermögen bereits aufgebaut und konzentrieren sich nun auf die Sicherung des Erreichten. Deshalb findet sich in ihren Depots häufig eine breite Streuung des Vermögens, wie die moderne Portfoliotheorie nahelegt. Nach einer gemeinsamen Studie der Investmentbank Merrill Lynch und der Unternehmensberatung Cap Gemini haben die Millionäre und Milliardäre weltweit nur knapp ein Drittel ihres Vermögens in Aktien investiert. Ein weiteres gutes Drittel steckt in Zinsanlagen wie Anleihen und Festgeld. Das letzte Drittel entfällt auf Immobilien und alternative Anlagen wie Rohstoffe, Private Equity und Hedgefonds.

Von der breiten Streuung in den Depots der Reichen lassen sich die Multi-Asset-Fonds inspirieren. Fast wöchentlich kommt derzeit ein neues Produkt dieser Art auf den Markt. Neben zahlreichen kleinen Vermögensverwaltern haben auch die Riesen unter den Geldverwaltern wie Fidelity, Allianz Global Investor oder Credit Suisse bereits solche Fonds lanciert.

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