Multimedia im Mobilfunk und via Breitband ins Netz
Die Highlights der deutschen Telefonriesen

Multimedia im Mobilfunk, Breitband-Übertragungen in Festnetz und Internet - entsprechende Technik und Dienste stellen die deutschen Telekommunikationskonzerne in den Mittelpunkt der CeBIT. Als Vorstufe zu UMTS erhoffen sich Telekom, Vodafone und Co auf der weltgrößten Hightechmesse den Durchbruch für den Sendestandard GPRS, der das Handy zum Datenturbo macht. Viel versprechen sich die Anbieter auch von der MMS - eine um Bilder und Töne erweiterte SMS. Natürlich wird auch UMTS selbst in ersten Anwendungen gezeigt. Beim Internet gilt das Interesse dem Breitbandportal von T-Online mit ersten Bezahl-Inhalten.

DMEuro/vwd DÜSSELDORF. Schon seit rund einem Jahr sind GPRS-Netze in Betrieb, doch den Massenmarkt hat die neue Übertragungstechnik, die den Datenstrom in kleine Pakete zerlegt und eine Standleitung ins Internet ermöglicht, bislang nicht erreicht. Der Grund: Es haperte an tauglichen Endgeräten. Die sind seit zwei, drei Monaten endlich da. Von daher erhofft sich die Deutsche Telekom nun von der CeBIT starke Impulse für GPRS und einen sprunghaften Anstieg der Nutzerzahl.

Bislang hat Platzhirsch D1 erst 100.000 Kunden, bis Jahresende wird aber weit über eine halbe Million erwartet. Auch der Hauptkonkurrent Vodafone - vormals Mannesmann Mobilfunk - rechnet mit einem Schub für die Technik, deren Teilnehmerzahl momentan bei "deutlich über 100.000" liege.

Vodafone als einer der Vorreiter bei UMTS, der noch immer einen UMTS-Start in diesen Herbst plant, will demonstrieren, was die dritte Mobilfunkgeneration alles kann. Video-Clips, Nachrichten-Streaming - damit sind die Düsseldorfer live dabei. Hoch im Kurs steht auch auch der "Multimedia Messaging Service", mit dem SMS-Kurzmitteilungen um Dateien, Audio-Clips und animierte Grafiken angereichert werden können. "Wir sind fest überzeugt, mit MMS an die Erfolgsstory von SMS anknüpfen zu können", betont ein Unternehmenssprecher, der im übrigen den Messebesuchern "farbige Mobilfunkwelten" verspricht.

MMS lautet auch eines der zentralen Themen des kleinen Konkurrenten Viag Interkom. Daneben wollen die Münchner einen neuen Pocket-PC vorstellen, der die Funktionen von Handy, Organizer und Internetzugang vereint. E-Plus, der drittgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber, setzt auf der CeBIT vor allem auf i-mode, einen mobilen Internetdienst aus Japan, der dort 1999 seinen Siegeszug angetreten und heute über 30 Millionen Nutzer hat. Am 16. März ist der Start in Deutschland.

Recht zugeknöpft gibt sich MobilCom zum eigenen Messeauftritt. "Viele spannende Sachen" kündigt ein Unternehmenssprecher lediglich an - die Konkurrenz solle überrascht werden. Immerhin ließ er wissen, den Besucher erwarte ein Rundgang durch die künftige Welt der mobilen Kommunikation, wobei GPRS und UMTS im Mittelpunkt stünden. MobilCom will bekanntlich noch diesen Sommer mit ersten UMTS-Diensten auf den Markt, während T-Mobil den Start erst rund ein ganzes Jahr später plant.

Die Stuttgarter debitel, die ohne eigenes Netz agiert und im Gegensatz zu den bereits genannten Unternehmen keine UMTS-Lizenz besitzt, baut zur CeBIT ebenfalls auf MMS. "Multimedia-Messaging ist ein wichtiger Vorbote für die vielen Möglichkeiten, die UMTS bieten wird", betont der Vorstandsvorsitzende Peter Wagner im Gespräch mit vwd. Des Weiteren stellt die Gesellschaft ein neues Zahlungssystem per Handy vor, das beispielsweise das Münzen-Hantieren an Automaten ersetzt. Das debitel-Portal Jamba wartet vor allem mit ortsbezogenen Diensten auf.

Besonderes Interesse dürfte dem Breitbandportal T-Online Vision zu Teil werden - es biete mit "hochwertigen Audio- und Videoinhalten" ein in Qualität und Vielfalt im Web bislang einzigartiges Programm, wirbt die Telekom-Tochter. Das Angebot ist teils kostenpflichtig. Die Einführung von solchem Pay-Content zu Jahresbeginn hat sich gut angelassen - entsprechende Inhalte und Dienste werden laut T-Online schon von Hunderttausenden genutzt.

Im Festnetz schließlich bietet Arcor, die Nummer Zwei nach der Telekom, einen DSL-Zugang zu monatlichen Festpreisen an. Diesem Bereich der Eschborner Gesellschaft gilt besonderes Interesse: Denn sie und diverse kleine Anbieter hinken bei der Kundenzahl weit hinter den Bonnern her, denen vorgeworfen wird, bei DSL schon ein Quasi-Monopol zu haben. Den Messe-Schwerpunkt setzt Arcor aber auf Sicherheitslösungen für Virtuelle Private Netze und Internet.

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