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Museumsdirektor: "Hochgepushter Medienflop"

Als "hochgepushten Medienflop" und "Etikettenschwindel" hat der Direktor des Ägyptischen Museums in Berlin, Dietrich Wildung, die weltweite Live-Übertragung aus der Cheops-Pyramide kritisiert.

HB/dpa BERLIN. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse seien minimal, sagte der Museumsdirektor der dpa am Dienstag in Berlin. Die Öffnung eines Sarkophags mit dem Skelett eines hochrangigen Arbeiters und die Bohrung einer Steinplatte im Inneren der Pyramide seien nicht live gewesen, sondern bereits vor Tagen geschehen und "geschickt eingespielt" worden, sagte Wildung.

"Das Publikum wurde an der Nase herumgeführt", meinte der Wissenschaftler. Der ägyptische Chefarchäologe Zahi Hawwas habe dabei den Eindruck erwecken wollen, Wissenschaftler und Zuschauer würden gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen. In einer weltweiten Fernsehübertragung waren in der Nacht zum Dienstag mit Hilfe einer Roboterminiaturkamera in der Cheops-Pyramide ein bislang unbekannter Hohlraum und eine versiegelte Tür filmisch erfasst worden.

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