Musharraf bittet um Verständnis
Elf Franzosen bei Anschlag in Pakistan getötet

Bei einem Terroranschlag auf französische U- Boot-Spezialisten in Pakistan sind am Mittwoch 14 Menschen, darunter 11 Franzosen, ums Leben gekommen. Weitere 23 Menschen - 12 Franzosen und 11 Pakistaner - wurden bei dem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Hafenstadt Karachi verletzt.

dpa ISLAMABAD. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf bat nach dem Anschlag um Verständnis für die schwierige Lage seines Landes. Im staatlichen Fernsehen wies General Musharraf darauf hin, dass Pakistans "innenpolitisches Umfeld" durch die Zusammenarbeit mit der internationalen Koalition gegen den Terrorismus bestimmt sei. "Pakistan unternimmt bereits jetzt alles und wird auch künftig alles zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus", sagte er. Seine Regierung brauche dafür aber internationale Unterstützung. Musharraf ordnete eine Untersuchung an und sprach Frankreich sein Beileid aus.

Der Täter hatte mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto einen Bus vor dem Sheraton-Hotel gerammt. Der Bus der pakistanischen Marine sollte die französischen Experten abholen. Mögliche Urheber des Anschlags könnten nach Auffassung Pakistans die Terrorgruppe El Kaida, andere extremistische Moslemorganisationen oder Indien sein.

Die Wucht der Explosion war so stark, dass viele Opfer zerrissen und Leichenteile bis auf ein nahes Dach geschleudert wurden. Viele Verletzte waren in kritischem Zustand. Der Bus, der gestohlene Wagen des Attentäters, der Eingang zum Hotel und ein gegenüberliegendes Hotel wurden verwüstet. Der Bus hatte zunächst 26 Leute von einem anderen Hotel abgeholt und nahm gerade Passagiere am Sheraton auf, als die Autobombe explodierte. Die Techniker arbeiteten am Bau eines pakistanischen U-Boot des Typs Agosta 90-B mit.

Der französische Präsident Jacques Chirac verurteilte den Anschlag. "Wir werden alles tun, um den internationalen Terrorismus zu bekämpfen", betonte Chirac. Premierminister Jean-Pierre Raffarin nannte den Anschlag einen "niederträchtigen Gewaltakt". Die neue Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie wollte im Laufe des Tages nach Karachi fliegen wird. Chirac forderte Pakistan auf, die Sicherheit der dort lebenden Franzosen zu gewährleisten. Die Sorge unter westlichen Ausländern in Pakistan wuchs. Das Auswärtige Amt plante aber nicht, Deutsche aus Karachi in Sicherheit zu bringen.

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