Musik-Verkauf über das Internet in den USA stark rückläufig
Tauschbörsen sind top - Online-CD-Shops nur flop

Der Verkauf von Musik über das Internet ist in den USA in den ersten neun Monaten dieses Jahres einer Studie zufolge um 25 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Nutzer von kostenlosen Musiktauschbörsen wie Kazaa und Morpheus kräftig an.

Reuters LOS ANGELES. Im Online-Verkauf von CDs, Kassetten und Schallplatten setzte die Musikindustrie bis Ende September 545 Millionen Dollar (rund 547 Millionen Euro) um, wie das Forschungsunternehmen Com-Score Networks am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es demnach noch 730 Millionen Dollar gewesen. Für die Studie waren die Gewohnheiten von mehr als 1,5 Millionen Internet-Nutzern ausgewertet worden.

Dagegen steigerte die von der Musikindustrie als illegal kritisierte Musiktauschbörse Kazaa die Zahl ihrer Nutzer von annähernd einer Million im Juni 2001 auf mehr als zehn Millionen im September 2002, wie die Erhebung ergab. Die Tauschbörse Morpheus habe die Zahl ihrer Nutzer von knapp einer Million im Juni 2001 auf 7,2 Millionen im März 2002 erhöht, hieß es. Das kostenlose Herunterladen von Musik aus dem Internet verstößt nach Auffassung der US-Musikindustrie gegen Urheberrechte.

Nach Angaben des Branchenverbandes RIAA lag der Gesamtanteil des Internet-Verkaufs von Musik im vergangenen Jahr bei 2,9 Prozent. Dies bedeute einen Rückgang von 0,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

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