Musikbranche steht vor einer Konsolidierung
Japanischer Markt belastet Geschäft von EMI

Ein scharfer Einbruch auf dem japanischen Musikmarkt wird das Geschäft des britischen Musikunternehmens EMI Group im ersten Halbjahr belasten. Im zweiten Halbjahr soll es aber wieder besser laufen.

Reuters LONDON. Eine bessere zweite Jahreshälfte werde aber dafür sorgen, dass EMI seine Ergebniserwartungen im Gesamtjahr erreichen werde, teilte die weltweit drittgrößte Musikgruppe am Mittwoch mit. "Insgesamt glauben wir, dass wir mit unserer Strategie jede Schwäche des ersten Halbjahres ausgleichen und die Erwartungen für das Gesamtjahr erfüllen könnnen", sagte EMI-Chairman Eric Nicoli auf der Hauptversammlung des Unternehmens. Die EMI-Aktien verloren am Mittwoch fast fünf Prozent auf 115,5 Pence.

Von einer möglichen Fusion der Konkurrenten BMG und Warner Music sieht sich EMI nicht bedroht. "EMI erwartet nicht, dass seine Wettbewerbsfähigkeit davon geschwächt würde. Wir können in jeder Region der Welt effektiv konkurrieren und Geld verdienen", sagte Nicoli.

Die Musikbranche leidet wegen der Masse an Raubkopien und illegalen Downloads aus dem Internet unter schrumpfenden Einnahmen und steht nach Ansicht von Experten vor einer Konsolidierung. In verhandlungnahen Kreisen hatte es jüngst geheißen, BMG und Warner könnten schon in den nächsten Wochen Ergebnisse ihrer Gespräche über eine Kooperation präsentieren.

Nicoli sagte, er sehe für die Branchenkonjunktur Licht am Ende des Tunnels: "Das Marktumfeld bleibt eine Herausforderung, aber wir sind optimistisch, dass der Trend sich bald bessert und EMI in diesem Kontext stark performen wird."

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