Musikfirma schließt Fusionen nicht aus
BMG-Europa-Chef bekräftigt Ertragsziele

Trotz der rückläufigen Branchenentwicklung hält die Bertelsmann-Musik-Tochter BMG nach den Worten von Europa-Chef Thomas Stein an ihren Ergebniszielen für 2002 fest.

Reuters MÜNCHEN. "Ich gehe davon aus, dass wir in Europa bei der Gewinnmarge nahe an die zehn Prozent herankommen und weltweit zwischen fünf und zehn Prozent schaffen", sagte Stein, der zugleich weltweiter Kreativ-Chef ist, der "Financial Times Deutschland" (heutige Ausgabe). Absolute Zahlen nannte der Manager nicht.

Der Tageszeitung zufolge rechnen Branchenkenner mit einem Gewinn von etwa 150 Mill. ?. Die Sparte hatte im Geschäftsjahr 2000/01 unter anderem durch Sonderbelastungen einen Verlust von fast 300 Mill. ? ausgewiesen und daraufhin eine drastische Restrukturierung angekündigt. Seit Anfang 2001 hat BMG rund 1200 Stellen gestrichen und Einsparungen von 200 Millionen $ durchgesetzt.

"Wir werden im Rahmen der gegebenen Marktbedingungen mit Sicherheit unser geplantes Ziel erreichen", sagte Stein dem Blatt weiter. "Unsere Bereinigungsmaßnahmen schlagen jetzt voll durch." Da BMG die Neuorganisation bereits realisiert habe, sei man der Konkurrenz um "eine Nasenlänge voraus". Mit Blick auf die insgesamt schrumpfende Musikbranche schloss Stein eine Fusion grundsätzlich nicht aus. "Sie wissen, dass es Bemühungen gab, EMI zu übernehmen. Warum sollten diese Bemühungen abgeschlossen sein?", fragte er in dem Interview.

Bei BMG stehen unter anderem die Künstlerinnen Alicia Keys und Pink unter Vertrag. In der zweiten Jahreshälfte werden Alben von Christina Aguilera, Santana und Whitney Houston Premiere unter dem Label auf den Markt kommen.

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