Musikkonzerne kämpfen um das Internet
Napster vereinbart Kooperation mit Music-Net

Die drei Musikkonzerne Warner Music, Emi Recorded Music und Bertelsmann Music Group (BMG) haben zugestimmt, ihren Musikbestand der Tauschbörse Napster zur Verfügung zu stellen.

tor/kk NEW YORK. Durch das Abkommen verschärft sich der Kampf um den Vertrieb von Musik über das Internet. Damit bekommt Napster dringend benötigte hochwertige Musikangebote. Sie sollen den Kunden die künftig zu zahlenden Abo-Gebühren schmackhaft machen.

Außen vor bleiben bei dem Geschäft mit Napster die Unternehmen Sony und Vivendi Universal. Bestandteil des neuen Abkommens ist, dass Napster mit beiden Firmen keine Verträge abschließen darf, solange sie nicht Musicnet, der Online-Vertriebsorganisation der drei Musikunternehmen beigetreten sind. Sony und Vivendi wollen unter dem Namen Duet ein Konkurrenzangebot aufbauen.

Napster hatte in der Nacht zu Mittwoch einen Lizenzvertrag mit dem Joint Venture Musicnet geschlossen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Internettauschbörse bis dahin die Einhaltung der Urheberrechte garantiert. Napster hatte bislang den Austausch von Musiktiteln zwischen seinen rund 70 Millionen Internetkunden kostenlos ermöglicht. Darauf hatte die Musikindustrie das Unternehmen wegen Verletzung der Eigentumsrechte verklagt. Die Klage läuft weiter.

Nicht nur für Napster, auch für die Musikindustrie bedeutet die Zusammenarbeit eine grundlegende Neuorientierung. Die Konzerne erkennen damit erstmals an, dass die Zukunft des Musikvertriebs im Internet liegt.

Besondere Bedeutung hat das Abkommen für den Bertelsmann-Konzern, der als Mehrheitseigner bei Napster einsteigen will. Für Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff ist Napster ein zentraler Bestandteil seiner Online-Vertriebsstrategie.

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