Musikkonzerne rüsten sich zum Kampf gegen Piraterie
Universal will Kopierschutz für CDs einführen

Der weltweit größte Musikkonzern, die zu Vivendi Universal gehörende Universal Music Group, will seine CDs ab Oktober mit einer Software vor digitalen Raubkopien schützen.

Reuters NEW YORK. Die CDs könnten dann weder gebrannt noch auf Computerdateien kopiert und ins Internet gestellt werden, sagte der stellvertretende Vivendi-Chairman Edgar Bronfman am Dienstag. "Bei dem Ausmaß der Piraterie und des CD-(Kopierens), haben wir keine andere Wahl, als unsere Künstler und unsere Lizenzinhaber zu schützen." Spätestens bis März 2002 sollten sämtliche CDs mit der Schutz-Software ausgeliefert werden. Der Branche gehen nach eigenen Angaben mehrere Mill. $ durch Raubkopien verloren.

Zu der Technologie, mit der die von Universal vertriebenen CDs wie die des US-Rappers Eminem oder der Band U2 künftig versehen sein sollen, machte Bronfman keine Angaben. Auch andere Musikverlage planen, Raubkopien ihrer CDs zu verhindern. Ein Sprecher von Sony Music Entertainment sagte, der Konzern teste weiterhin erhältliche Technologien zum Kopierschutz. Ziel sei es, die Software auf einer breiteren Basis einzuführen. Michael Jacksons neue Single "Your Rock My World" war von Sony an die europäischen Radiosender mit einer kopiergeschützten CD ausgeliefert worden, nachdem Raubkopien im Internet aufgetaucht waren.

AOL Time Warners Warner Music Group erwägt eigenen Angaben zufolge ebenso eine Reihe von technologischen Möglichkeiten zum Schutz ihrer CDs. Die zu Bertelsmann gehörende BMG plant den Start einer Anti-Piraterie-Software für Promotion-CDs in den USA. Wann der Kopierschutz auch für CDs im Verkauf eingeführt werden soll, wurde nicht bekannt. Der britische Musikkonzern EMI Group, der zuvor einen deutlichen Gewinnrückgang wegen sinkenden CD-Verkaufs angekündigt hatte, war für einen Kommentar nicht erreichbar.

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