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Mutmaßlicher Gefolgsmann bin Ladens nach Italien ausgeliefert

Ein in München festgenommener mutmaßlicher Gefolgsmann des Moslem-Extremisten Osama bin Laden ist am Freitag nach Italien ausgeliefert worden. Der 32-jährige Libyer habe sich mit seiner Auslieferung einverstanden erklärt, teilte ein Justizsprecher in München mit.

Reuters MÜNCHEN. Nach Angaben der italienischen Justiz soll Lased Ben-Heni als Mitglied einer Gruppe von Nordafrikanern zusammen mit dem Islamisten bin Laden Anschläge geplant haben. Die Gruppe habe Männer rekrutiert, die in Ausbildungslager in Afghanistan geschickt worden seien. Der Mann hat der bayerischen Justiz zufolge alle Vorwürfe bestritten.

Nach Angaben aus italienischen Justizkreisen handelt es sich bei dem Libyer offenbar um den Chef der Gruppe "Salafiten-Zelle für Predigt und Kampf". Die italienische Justiz wirft dem Libyer insbesondere Dokumentenfälschung und Beihilfe zur Einschleusung von Ausländern vor. Das Landgericht Mailand hat einen Haftbefehl gegen den 32-Jährigen erlassen. Er hatte bis zu seiner Festnahme am 10. Oktober in München gelebt.

Die USA machen Osama bin Laden für die Anschläge am 11. September in Washington und New York verantwortlich, bei denen tausende von Menschen getötet wurden. Sie vermuten bin Laden in Afghanistan. Wegen der Weigerung der Taliban, bin Laden auszuliefern, haben sie die Nordallianz bei ihrem bislang erfolgreichen Feldzug gegen die Taliban unter anderem mit massiven Bombenangriffen unterstützt.

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