Mutmaßlicher palästinensischer Kollaborateur erschossen
Israelischer Minister aus Angst vor Attentat in Sicherheit gebracht

Der israelische Minister Danny Naveh ist am Donnerstag aus Angst vor einem Attentat vom Inlandsgeheimdienst Schin Beth in Sicherheit gebracht worden. Wie aus Geheimdienstkreisen verlautete, forderten Sicherheitsleute Naveh auf, sein Haus in Schoham nördlich von Tel Aviv zu verlassen, nachdem sie angeblich Informationen über Attentatspläne erhalten hatten.

afp JERUSALEM/VAESTERAAS. Naveh sei an einen unbekannten Ort gebracht worden. Nach israelischen Fernsehberichten rechnet seine Familie nicht damit, bald in das Haus zurückkehren zu können. Naveh, Minister ohne Geschäftsbereich, ist Mitglied des Likud-Blocks von Regierungschef Ariel Scharon.

Der israelische Außenminister Schimon Peres sagte am Donnerstag im schwedischen Vaesteraas, Israel wünsche sich einen "unabhängigen erfolgreichen Palästinenserstaat". "Wir sollten uns weiterhin bemühen, den Palästinensern ihre eigene Wirtschaft und Unabhängigkeit zu geben, so dass wir als gute Nachbarn leben können", sagte Peres auf einem Parteitag der schwedischen Sozialdemokraten. Es werde nun "Schritt für Schritt, Stadt für Stadt" eine Waffenruhe eingeführt. Diesem Ziel seien beide Seiten sehr nahe.

Im Westjordanland wurde am Donnerstag ein palästinensischer Anwalt von zwei Unbekannten getötet. Nach Krankenhausangaben erschossen Maskierte den Mann im Zentrum Tulkarems. Zuvor war er nach offiziellen palästinensischen Angaben wegen mutmaßlicher Kollaboration mit Israel in Haft. Nahe der jüdischen Siedlung Bracha im Westjordanland wurde ein arabischer Israeli von bewaffneten Palästinensern durch einen Bauchschuss verletzt. Er wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus von Tel Aviv geflogen.

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