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Mutmaßlicher Van-Gogh-Mörder wollte weiter töten

Der mutmaßliche Attentäter des am Dienstag in Amsterdam ermordeten niederländischen Regisseurs Theo van Gogh hat bei seinen Vernehmungen jede Aussage verweigert. Gleichzeitig wurden neue

dpa DEN HAAG. Der mutmaßliche Attentäter des am Dienstag in Amsterdam ermordeten niederländischen Regisseurs Theo van Gogh hat bei seinen Vernehmungen jede Aussage verweigert. Gleichzeitig wurden neue

In einem fünf Seiten langen Brief, den er mit einem Messer auf die Leiche seines Opfers gespießt hatte, hat der vermutliche Attentäter die aus Somalia stammende Parlamentsabgeordnete Ayaan Hirsi Ali von der liberalen Partei VVD wegen ihrer Kritik am Islam direkt mit dem Tod bedroht. "Ich weiß sicher, dass Sie untergehen werden", heißt es in dem Brief, der am Donnerstag zur Veröffentlichung freigegeben wurde. Gegen die Bekanntgabe des Inhalts haben der Anwalt des Festgenommenen und die Justizverwaltung von Amsterdam protestiert. Die Justiz legt dem Mann sechs Straftaten zur Last, darunter vor allem Mord und Mordversuche mit terroristischer Absicht sowie Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und terroristische Verschwörung.

Sechs Männer, die nach dem Anschlag festgenommen worden waren, wurden in Amsterdam dem Richter vorgeführt. Auch sie werden der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation mit terroristischen Zielen sowie der terroristischen Verschwörung beschuldigt.

Prinzessin Máxima, die Frau von Kronprinz Willem-Alexander, hat bei einer Konferenz über die Gleichberechtigung der Frau ebenfalls den Mord an Theo van Gogh verurteilt. "Hier geht es gegen alles, wofür wir uns in den Niederlanden und Europa einsetzen, nämlich, dass jeder das Recht hat seine Meinung zu sagen", erklärte sie bei einer Sitzung im niederländischen Parlamentsgebäude. Mitglieder des Königshauses nehmen in der Öffentlichkeit selten zu aktuellen Ereignissen Stellung.

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