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MV: «Regelung mit Überzeugung zugestimmt»DPA-Datum: 2004-07-10 12:28:08

Edenkoben (dpa) - Als einen «Kompromiss der Vernunft» hat DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder die Vereinbarung bezeichnet, den Deutschen Fußball-Bund (DFB) künftig mit einer Doppelspitze zu führen.

Edenkoben (dpa) - Als einen «Kompromiss der Vernunft» hat DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder die Vereinbarung bezeichnet, den Deutschen Fußball-Bund (DFB) künftig mit einer Doppelspitze zu führen.

In einem Grußwort zum Verbandstag des Südwestdeutschen Fußball-Verbandes (Swfv) in Edenkoben sagte Mayer-Vorfelder, er habe dieser Regelung «mit voller Überzeugung» zugestimmt. Dadurch seien Kampfkandidaturen zwischen ihm und Schatzmeister Theo Zwanziger vermieden worden.

Mit Zwanziger sei er «in der Regel einer Meinung», versicherte Mayer-Vorfelder, der von den rund 700 Delegierten beim Swfv-Verbandstag mit freundlichem Beifall begrüßt wurde. In Sachfragen habe es zwischen ihm und dem DFB-Schatzmeister stets Übereinstimmung gegeben. Zwanziger bringe als persönlichen Vorteil in die neue Führungscrew seine Kenntnisse von der Basis mit ein: «Er kennt die Strukturen der kleinen Vereine und der Verbände besser als ich, weil ich nie in einem kleinen Verein tätig war.»

Er selbst sieht in seiner Mehrfachtätigkeit als DFB-Präsident sowie in Uefa und Fifa eine enorme Belastung: «Ich habe 90 Tage Verpflichtungen im Ausland und konnte mich bisher deshalb nicht wie gewünscht um die 21 Landesverbände und 5 Regionalverbände kümmern.» Die «Pressekampagne gegen mich» verurteilte Mayer-Vorfelder und warnte davor, die Regelung durch die DFB-Schlichtungskommission als «faulen Kompromiss» hinzustellen. «Es war eine Lösung in einer schwierigen Zeit, weil man offen miteinander umgeht und nicht hintenrum kritisiert», lobte der DFB-Präsident die Vereinbarung vom 9. Juli. «Ich werde mit heißem Herzen auch in Zukunft die Aufgaben wahrnehmen, die für die Belange des Fußballs von Bedeutung sind.»

Mayer-Vorfelder sprach sich für eine verstärkte Förderung des Nachwuchsbereichs im DFB aus, damit Deutschland auch in Zukunft zu den Großen in dieser Sportart gerechnet werden könne. Der Straßenfußball alter Prägung sei nicht mehr zurückzuholen - deshalb müssten Talente auf andere Weise gefördert werden wie etwa in Frankreich, wo landesweit die 30 besten Nachwuchsfußballer zwischen 12 und 15 Jahren in einem Internat zusammengezogen werden. Mayer-Vorfelder will sich auch für eine europaweite Regelung einsetzen, wonach sieben oder acht Spieler als Quote in den Mannschaften vorgeschrieben werden, die aus dem eigenen Nachwuchs stammen. Um der Jugend eine Chance zu geben, sollte auch die Zahl der Ausländer in den Mannschaften begrenzt werden.

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