Nach 0:0 im Hinspiel reicht knapper 1:0-Sieg
Preetz erlöst die Hertha

Michael Preetz hat Hertha BSC weitere Einnahmen im Uefa-Pokal gesichert. Zwei Wochen nach der Nullnummer in Schottland gewannen die Berliner am Dienstagabend das Erstrunden-Rückspiel gegen den FC Aberdeen durch ein Kopfball-Tor des kurz zuvor eingewechselten Kapitäns (89.) mit 1:0 (0:0).

HB/dpa BERLIN. Vor 30 770 Zuschauern im Olympiastadion, darunter der schottische Nationaltrainer Berti Vogts, hatten die spielerisch erneut nicht überzeugenden Berliner nach einer Roten Karte gegen Andreas Neuendorf (38.) lange Zeit in Unterzahl spielen müssen.

Die Furcht vor einem frühen Scheitern und das Gerede der Hertha - Vereinsführung über angebliche Benachteiligung bei der 0:1-Niederlage bei 1860 München hinterließ bei den Berliner Spielern offensichtlich Spuren. Vor allem Neuendorf hatte seine Nerven nicht im Zaum. Nach einer Rangelei auf dem Rasen rastete "Zecke" völlig aus und versetzte Philipp McGuire eine mit Platzverweis bestrafte Kopfnuss. Hektik und Gift waren nach einer halben Stunde ins Spiel gekommen, als der polnische Schiedsrichter Grzegorz Gilewski dem Herthaner Roberto Pinto wegen einer angeblichen "Schwalbe" Gelb zeigte. Wegen wiederholten Foulspiels musste nach der Pause auch Gäste-Spieler Eric Deloumeaux (66.) mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz.

Trotz deutlicher Feldvorteile fehlten den Berlinern die spielerischen Mittel, um das Abwehrbollwerk der ausschließlich auf Defensive bedachten Schotten zu knacken. Zwar bot der kaum zu bremsende Marcelinho in vorderster Front eine überragende Leistung und war an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt, doch gingen seine Nebenleute zu selten auf die Ideen des Brasilianers ein. Nach schwachem Beginn steigerte sich Weltmeister Luizao, der in der 18. Minute mit seiner besten Chance frei vor Torhüter Peter Kjaer scheiterte. Den anschließenden Eckball köpfte Dick van Burik an die Latte. Eine weitere gute Hertha-Möglichkeit vergab Neuendorf (30.).

In Unterzahl mussten die Hausherren ein noch größeres Laufpensum leisten, doch ideenreicher wurde das Angriffsspiel gegen den Europacupsieger von 1983 nicht. "Alleinunterhalter" Marcelinho (70.) verpasste nach dem besten Berliner Spielzug der zweiten Halbzeit die Chance zum erlösenden 1:0. Nachdem Pal Dardai (76.) und erneut Marcelinho (79.) weitere Möglichkeiten vergeben hatten, verhinderte auf der Gegenseite Dardai (83.) mit seiner Rettungstat auf der Torlinie ein drohendes Gegentor. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie für Marko Rehmer bereits beendet. Erneut angeschlagen räumte der Nationalspieler seinen Platz für Denis Lapaczinski (83.).

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