Nach 24-stündigen intensiven Beratungen
Klimagipfel einigt sich auf Basis für Restarbeiten

ddp BONN. Der Bonner Weltklimagipfel hat sich am Mittwoch nach 24-stündigen intensiven Beratungen und neuen Schwierigkeiten auf eine textliche Grundlage für die weitere Arbeit bis Freitag verständigt. Konferenzpräsident Jan Pronk sagte, dieser Text sei jetzt die akzeptierte Basis für alle restlichen Arbeiten in Bonn und für die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls. Er wolle der Bonner Konferenz keinen weiteren Text mehr vorlegen. Nach dem Durchbruch vom Montag beraten die Delegationen bis Freitag darüber, den Kompromiss in eine juristisch einwandfreie Form zu gießen.

Pronk fügte hinzu, er sei als Konferenzpräsident dafür zuständig, die Integrität des von den Umweltministerin erarbeiteten politischen Kompromisses zu sichern. Ziel sei es, bis zum Freitag möglichst viele weitere Einigungen zu noch ausstehenden Detailfragen zu erzielen. Pronk sagte zu den Delegationen: "Dabei garantiere ich ihnen einen fairen Verlauf der weiteren Verhandlungen."

Zuvor hatte neue Forderungen der russischen Delegation für erhebliche Irritationen unter den Konferenzteilnehmern gesorgt. Die russische Seite habe gar mit Abreise gedroht, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Grund sei die Weigerung Chinas gewesen, eine neue Forderung der Russen nach einer weiteren Anrechenbarkeit von Wäldern anzuerkennen. Vertreter der EU, Chinas und der Entwicklungsländer betonten aber, der Kompromiss vom Montag sei unveränderbar. Die Änderungswünsche Russlands sind nun nicht in dem Basis-Papier enthalten. Sie sind aber Gegenstand der "technischen Beratungen" bis Freitag.

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