Nach 36 Jahren Abstinenz
Deutsche Volleyballer wollen überraschen

Deutschlands Volleyballer träumen in Peking von dem ganz großen Coup und wollen nach 36-jähriger Olympia-Abstinenz hoch hinaus. "Deutschland ist ein sehr gutes Team und sie spielen ohne Druck. Das ist eine gute Waffe", betonte auch Brasiliens Trainer Bernardo Rezende die guten Voraussetzungen der Deutschen und fügte an: "Sie können hier jedes Team schlagen".

Es mag Zufall gewesen sein, aber beim Gruppenfoto aller Trainer postierte sich Chefcoach Stelian Moculescu mit einem stolzen Lächeln schon mal nach oben in die Mitte. Zwar ging das letzte Testspiel am Freitag mit 1:3 gegen den mehrmaligen Weltmeister Italien verloren, trotzdem herrscht vor dem Auftaktspiel am Sonntag (16.00 Uhr Mesz) gegen Vizeweltmeister Polen Optimismus pur. Der Stolz über die erste Olympia-Teilnahme seit München 1972 ist groß, der Erfolgshunger aber längst nicht gestillt.

"Gehen als Außenseiter in die Spiele"

"Wir sind vom Ranking hier die schlechteste Mannschaft und gehen als Außenseiter in die Spiele", sagt Moculescu: "Unser Ziel ist das Viertelfinale, über alles andere können wir uns danach unterhalten." Die Vorrunde zumindest als Vierter zu überstehen, wird gegen Polen, Vizeeuropameister Russland, den Weltligazweiten Serbien, Außenseiter Ägypten und eben Brasilien nicht einfach. Dennoch fühlt sich Moculescu bei seinem letzten Auftritt als Chefcoach "entspannt wie selten zuvor".

Werner von Moltke sieht schon vor dem ersten Angriff einen Aufschwung in der Schmettersportart. "Es wird berichtet, wir sind im Fernsehen, die Spornsoren interessieren sich", sagte der Verbandspräsident dem sid: "Wenn wir jetzt noch ins Viertelfinale kommen und dann vielleicht noch eine Runde überstehen, wäre das eine Riesengeschichte." Bei der letzten deutschen Olympia-Teilnahme 1972 hatte die DDR Silber gewonnen.

Auf der Suche nach der richtigen Balance

Moculescu war damals als Spieler für Rumänien dabei, nun schließt sich für ihn der Kreis: "Das ist ein schöner Abschluss für mich. Ich habe das erreicht, was ich wollte." Für seine Spieler beginnt in Peking mit der ersten Olympia-Erfahrung eine neue Geschichte. Um die Balance zwischen Leichtigkeit und Anspannung bei Hauptangreifer Jochen Schöps und Co. sorgt sich extra der Psychologe Wolfgang Glöckner.

© SID

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