Nach 37 Jahren beim Autohersteller strebt der Manager in den Aufsichtsrat
Opel-Vorstandsvize Strinz tritt zurück

Zwei Monate nach dem Wechsel an der Opel-Spitze gibt es eine weitere Veränderung im Vorstand des in der Krise steckenden Automobilkonzerns.

dpa RÜSSELSHEIM. Der stellvertretende Vorstandschef Wolfgang Strinz legt sein Amt nieder, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Der Aufsichtsrat habe dem Wunsch des 63-jährigen entsprochen, ihn mit Wirkung zum 31. Juli 2001 von seinen Pflichten auch als Vorstand Fertigung zu entbinden. Strinz, der seit 37 Jahren bei der Rüsselsheimer Adam Opel AG in verschiedenen Funktionen tätig ist, soll in den Aufsichtsrat wechseln.

Im April übernahm mit dem früheren BMW-Manager Carl-Peter Forster erstmals ein Vorstandsvorsitzender die Leitung des Konzerns, der seine Laufbahn nicht bei Opel oder der amerikanischen Muttergesellschaft General Motors (GM) begann. Er will mit einer Modelloffensive verlorene Marktanteile zurückgewinnen und die Gewinnschwelle wieder erreichen. Im vergangenen Jahr hatte Opel mit einem Betriebsverlust von 982 Mill. DM das schlechteste Ergebnis seiner Geschichte eingefahren.

Forster bedauerte, Strinz aus seinem Führungsteam zu verlieren. "Seine Erfahrung und seine menschliche Größe waren wichtige Elemente in meinen Plänen zur Neuorientierung des Unternehmens", erklärte er. Er respektiere aber die Entscheidung.

Strinz gehört dem Vorstand seit 1993 an und wurde im November 1998 stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Er trug darüber hinaus die Verantwortung für den Bereich Fertigung und damit alle Produktionsstandorte in Deutschland. GM als Aktionär beabsichtige, Strinz bei der bevorstehenden Hauptversammlung in den Aufsichtsrat der Adam Opel AG zu berufen, hieß es.

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