Nach Ablehnung einigten sich Eltern auf anderen Namen
Kölner Baby soll nicht Osama bin Laden heißen

Ein Elternpaar in Köln will seinen Sohn nun doch nicht mehr nach dem Moslem-Extremisten Osama bin Laden nennen. Das Paar habe auf seinen Namenswunsch verzichtet, der erheblichen Wirbel in den Medien ausgelöst hatte, sagte ein Sprecher des Kölner Standesamtes am Dienstag.

Reuters DÜSSELDORF. Der Sprößling habe nun einen anderen Namen erhalten, den er aber nicht nennen wolle. Das Standesamt hatte den Namenswunsch Osama bin Laden abgelehnt, da dieser auch Erinnerungen an die Anschläge des 11. September hervorrufe und nicht zulässig sei. Nach deutschem Namensrecht dürfen Eltern Kindern keine Namen geben, die die Würde des Kindes verletzen. Das Standesamt hatte die Eltern aufgefordert, beim Amtsgericht eine Stellungnahme für den Fall vorzulegen, dass sie auf den Namen Osama bin Laden bestehen sollten. Eine Gerichtssprecherin sagte, eine solche Stellungnahme sei nicht eingegangen.

Die USA machen Bin Laden für die Anschläge auf das New Yorker World Trade Center und das Verteidigungsministerium bei Washington verantwortlich, bei denen am 11. September 2001 mehr als 3000 Menschen getötet worden waren.

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