Nach Abschuss des sibirischen Jets
Ukrainischer Verteidigungsminister zurückgetreten

dpa KIEW. In Folge des versehentlichen Abschusses eines Passagierflugzeugs mit 78 Insassen über dem Schwarzen Meer ist der ukrainische Verteidigungsminister Alexander Kusmuk am Mittwoch zurückgetreten. Präsident Leonid Kutschma nahm die Entscheidung seines Ministers an, berichtete die Agentur Interfax aus Kiew. Vor knapp zwei Wochen hatte Kutschma ein erstes Rücktrittsangebot von Kusmuk abgelehnt, da die Ursache des Unglücks zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell geklärt war.

Die russische Passagiermaschine vom Typ Tupolew Tu-154 war Anfang des Monats während des Flugs von Tel Aviv nach Nowosibirsk über dem Schwarzen Meer von einer Flugabwehrrakete getroffen worden. Die ukrainische Armee, die zu diesem Zeitpunkt eine Übung auf der Halbinsel Krim abgehalten hatte, hatte lange Zeit jede Verantwortung für den Zwischenfall von sich gewiesen. Russische Experten entdeckten später Teile der Rakete in den aus dem Meer geborgenen Trümmern.

Über die Nachfolge des zurückgetretenen Ministers wurde in Kiew zunächst nichts bekannt.

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