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Nach Achterbahnfahrt uneinheitlich

Endlich Wochenende. Nach der Achterbahnfahrt, den die Indizes in dieser Woche mitmachen mussten, haben sich die Anleger zwei ruhige Tage verdient. Über die Entwicklung des Dow Jones Index konnten sich Investoren am Freitag freuen. Das Barometer der 30 US Standardwerte schloss nach einem morgendlichen Sprung ins Minus in der Gewinnzone. Eine Gewinnwarnung von SBC Communications, der zweitgrößten Telekomgesellschaft der USA und Oracle, dem zweitgrößten Softwarekonzern, hatten die Gemüter am Morgen erhitzt. Der Nasdaq Index dagegen beschloss zum fünften Mal in Folge eine Woche mit Verlusten. Am Freitag verlor das Technologiebarometer fast 90 Punkte.

Gegen Nachmittag wanderte das Kapital, das Investoren am Morgen aus dem Technologiebereich abzogen vor allem in defensive Werte, Exxon Mobil, 3M und International Paper zogen den Dow Jones Index in die Höhe. Aber auch Chip- und Computeraktien stiegen an. Marktbeobachtern zufolge hätten sich Investoren mit günstigen Aktien eingedeckt, da sie hoffen der High-Tech Sektor hätte nun seinen Boden gefunden. Ein Indiz dafür, dass es um die amerikanische Wirtschaft nicht so schlecht bestellt ist, wie angenommen, ist der Index der Universität von Michigan zum Konsumentenvertrauen. Der Index lag zwar unter dem Wert des Vormonats, doch übertraf er die Erwartungen.



Mit Interesse verfolgte die Wall Street am Freitag zudem eine Rede von Alan Greenspan. Der US-Notenbankpräsident gestand vor dem Wirtschaftsausschuss des Repräsentantenhauses, er würde es vermeiden, Leitzinssenkungen anzukündigen.



Eine klare Tendenz zeigten am Montag lediglich die Softwareaktien. Sie mussten drastische Kursverluste hinnehmen. Nachdem Oracle seine Ergebnisse revidiert hatte, stuften Analysten alles ab, was auf dem Softwaremarkt Rang und Namen hat. Oracle leidet darunter, dass vor allem amerikanische Kunden ihre Ausgaben für Informationssoftware wegen der schlechten Wirtschaftslage zurückgeschraubt haben. Noch im Dezember hatte das Unternehmen die Prognosen bestätigt. Goldman Sachs strich daher jetzt elf Softwarehersteller von der Empfehlungsliste. Neben Oracle und Peoplesoft gehörten auch Ariba zu den Abstufungs-Kandidaten. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch anderen Softwarefirmen ein schwieriger Monat bevorsteht", befürchtete Goldman Sachs. Morgan Stanley reduzierte sogar die Einstufungen für 13 Firmen. Microsoft stand auf dem Verliererplatz des Dow Jones Indexes und auch die Kurse von Siebel, BEA Systems, Ariba, Peoplesoftware und i2 Technologies fielen.



Steigen konnten die Kurse von Amgen, Dell, Intel und Xilinx. Sie halfen dem Nasdaq Index, nicht ganz in die Tiefen zu versinken.

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