Nach Andeutungen des Vorstandschefs über mögliche Trennung vom Handy-Geschäft
Merck Finck & Co sieht Alcatel weiter als "Outperformer"

dpa-afx MÜNCHEN. Die Analysten von Merck Finck & Co halten ihr Anlageurteil "Outperformer" für die Aktie der Alcatel SA aufrecht, nachdem sich das Unternehmen nicht mehr voll und ganz dem Mobiltelefon-Geschäft verbunden fühle. Dies teilte die Privatbank am Freitag in München mit.

"Bei den Handyherstellern trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen", sagte der zuständige Analyst Theo Kitz. Er geht davon aus, dass die Handysparte von Alcatel innerhalb eines Jahres verkauft sein könnte. Der Alcatel-Chef Serge Tchuruk habe in einem Fernsehinterview die Frage, ob sein Unternehmen dem Mobiltelefon-Geschäft 100-prozentig verbunden sei, mit "nicht notwendigerweise" beantwortet.

"Wir denken, dass die momentane Schwäche des weltweiten Marktes für Mobiltelefone zu einer Gesundschrumpfung unter den kleineren europäischen Herstellern führen könnte", schrieb Kitz in seiner Analyse. Die Philips Electronics NV habe ihre Handysparte indirekt zum Verkauf gestellt und auch Ericsson könnte sich seiner Ansicht nach im Laufe des Jahres zum Verkauf des entsprechenden Unternehmensbereichs entschließen. Die Siemens AG würde aus einem derartigen Szenario gestärkt hervorgehen.

"Siemens und Nokia werden die großen Gewinner in Europa sein", sagte Kitz. Sie hätten als einzige bereits positive Margen in diesem Geschäft vorzuweisen. Siemens werde wohl noch in diesem Jahr Ericsson überholen, fügte er hinzu. Das Unternehmen könnte an einigen der unter Umständen zum Verkauf stehenden Handysparten Interesse haben: "An Alcatel ja, an Ericsson weniger", sagte der Analyst.

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