Nach Angaben aus Industriekreisen
Eine Verteidigungsstrategie für Daimler-Chrysler

Die Daimler-Chrysler AG hat nach Angaben aus Industriekreisen zwei Großbanken mit der Ausarbeitung eines Verteidigungskonzepts beauftragt, um einem möglichen Übernahmeversuch von vorneherein vorzubeugen.

Reuters FRANKFURT. Die Daimler-Chrysler AG hat nach Angaben aus Industriekreisen zwei Großbanken mit der Ausarbeitung eines Verteidigungskonzepts beauftragt, um einem möglichen Übernahmeversuch von vorneherein vorzubeugen. Bei den Banken handele es sich um die Deutsche Bank und die Investmentbank J.P. Morgan Chase, hieß es in den Kreisen am Dienstag. "Es ist in diesen Tagen passend für einen Vorstandschef, vorbereitet zu sein." Es gebe allerdings im Moment keinen konkreten Anlass wie einen Übernahmeversuch, vor dem Daimler-Chrysler geschützt werden müsste. Insgesamt sollte der Vorgang nicht überinterpretiert werden. "Sie versuchen, nett zu ihren Aktionären zu sein", hieß es.



Daimler-Chrysler-Konzernsprecher Christoph Walther lehnte eine Stellungnahme zu den Aussagen aus Industriekreisen ab. "Bei unserem Handeln haben wir immer das Interesse der Aktionäre im Auge", sagte er auf Anfrage lediglich. Die Deutsche Bank ist selbst mit einem Anteil von rund zwölf Prozent größter Aktionär des Stuttgarter Konzerns.

In den Kreisen hieß es weiter, es gebe ohnehin nur ganz wenige Akteure, die zu einem Angebot für Daimler-Chrysler überhaupt in der Lage seien. In der Autobranche komme beispielsweise dafür nur der führende japanische Autohersteller Toyota in Frage. Es sei aber unwahrscheinlich, dass Toyota ein feindliches Übernahmeangebot abgebe. Toyota hatte in der Vergangenheit stets betont, über einen Einstieg bei Daimler-Chrysler nichteinmal nachzudenken. Zuletzt hatte es an den Finanzmärkten mehrfach Spekulationen gegeben, Daimler-Chrysler könnte wegen des im Zusammenhang mit den Problemen bei der US-Tochter Chrysler stark gesunkenen Aktienkurses zum Übernahmeobjekt werden.

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