Nach Angaben der "Schwäbischen Tagblatts"
Zeitung: Bush-Hitler-Äußerung war autorisiert

Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) hat den umstrittenen Vergleich der Methoden des US-Präsidenten George W. Bush und Adolf Hitlers nach Angaben des "Schwäbischen Tagblatts" telefonisch autorisiert.

dpa/HB TÜBINGEN. Die Aussage hatte Däubler-Gmelin dem Bericht zufolge bei einem Treffen mit Gewerkschaftsfunktionären gegeben. Sie selbst hatte dies am Donnerstag zurückgewiesen: "Ich habe das nicht gesagt - ganz einfach."

Die Zeitung berichtet in ihrer Freitagausgabe, bei einem Telefonat über ihre Äußerung nach dem Treffen habe der in dem Gewerkschaftskreis ebenfalls anwesende Autor Michael Hahn sie im Beisein des Chefredakteurs gefragt, wie sie es denn gesagt habe. "Er werde dann dies als von ihr quasi letztgültig autorisierte Fassung ins Blatt bringen. Und so wollte sie sich an das Gesprochene erinnern - wörtlich so hat es Hahn aufgeschrieben und ihr nochmals langsam vorgelesen: "Bush will von seinen innenpolitischen Schwierigkeiten ablenken. Das ist eine beliebte Methode. Das hat auch Hitler schon gemacht"", heißt es in der Online-Ausgabe des Blattes.

Die Darstellung des Gesprochenen werde auch von anderen Ohrenzeugen nicht bestritten. Nach Diskussionsleiter Bernd Melchert, dem Betriebsratsvorsitzenden der Walter AG, habe auch Peter Schütze, der Vorsitzende des Flender-Betriebsrates, "den Tenor" bestätigt.

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