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Nach angekündigter Stellenstreichung keine Proteste bei Opel

Bei Opel geht nach dem angekündigten Abbau von 9 500 Stellen die Arbeit normal weiter. "Ich gehe nicht davon aus, dass es zu Streikaktionen kommt", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Freitag in Rüsselsheim der dpa.

dpa-afx RÜSSELSHEIM/BOCHUM. Bei Opel geht nach dem angekündigten Abbau von 9 500 Stellen die Arbeit normal weiter. "Ich gehe nicht davon aus, dass es zu Streikaktionen kommt", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Freitag in Rüsselsheim der dpa.

Es habe auch keine Protestaktionen gegeben. Im Opel-Werk Bochum seien am gestrigen Donnerstag alle drei Schichten an Bord gewesen. Dort hatten die Arbeiter im Oktober nach der Bekanntgabe des Sanierungsplans in einem wilden Streik für sieben Tage die Arbeit niedergelegt.

Der Mutterkonzern General Motors Co. (GM) will den Stellenabbau sozialverträglich gestalten. Rund 6 500 Mitarbeiter sollen in Beschäftigungsgesellschaften wechseln oder Abfindungen erhalten. In Bochum hieß es, die Transfergesellschaft sei schon vorbereitet. Der Betriebsratsvorsitzende müsse nur noch unterschreiben.

'Grosses Interesse AN Abfindungen'

"Es besteht ein enormer Beratungsbedarf und ein riesengroßes Interesse der Mitarbeiter an Abfindungen", sagte Franz. Personalbüros und Betriebsräte würden derzeit geschult, um interessierten Beschäftigten die Summen auszurechnen. "Die Abfindungen sind sehr hoch, wir haben lange um die Höhe gezockt." So erhält ein 50 Jahre alter Mitarbeiter, der seit 30 Jahren bei Opel beschäftigt ist und 3 600 Euro verdient, eine Abfindung von 216 000 Euro vor Steuern.

Nach der erreichten Teillösung würden die Gespräche mit dem Management fortgeführt. Noch vor Weihnachten solle eine Lösung über die Zahl der Mitarbeiter erzielt werden, die in Joint Ventures wechseln sollen. "Bislang ist eine Zahl von 2000 Mitarbeitern geplant. Wir wollen aber mehr Jobs absichern und mehr Menschen dort unterbringen." Im neuen Jahr werde es um den Zukunftsvertrag mit einer Beschäftigungssicherung bis 2010 gehen. Dabei sei der Betriebsrat bereit, über den Abbau übertariflicher Leistungen zu sprechen.

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