Nach Arbeitsmarktdaten
US-Börsen eröffnen freundlich

Die US-Börsen haben die Arbeitsmarktdaten positiv aufgenommen, obwohl sie einen Tick schlechter ausfielen als erwartet. Vom Start am Freitagmorgen an waren alle drei großen Börsenbarometer im grünen Bereich. Nicht zuletzt half den Standardwerten die frohe Botschaft vom Mischkonzern 3M.

Noch vor Handelsbeginn gab das Arbeitsministerium die neusten Daten bekannt. Gegenüber dem Vormonat mit 5,5 % stieg die Quote auf 5,7 %. Analysten waren ebenfalls von einer Zunahme ausgegangen - allerdings nur um 0,1%. Die Zahl neugeschaffener Stellen liegen mit 58.000 Jobs über den Erwartungen, dennoch sind sie gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Eine dramatische Änderung gab es bei den Februarzahlen: Die Daten für den Februar mußten korrigiert werden, statt 66.000 neuer Arbeitsplätze wurden 2000 abgebaut.

Als erster Dow-Wert hat Alcoa seine Ergebnisse vorgelegt. Der Alu-Riese hat mit seinen Quartalzahlen die Erwartungen der Wall Street erfüllt. Durch Kostensenkungen hat der Konzern es wieder in die schwarzen Zahlen geschafft. Alcoa hat im abgelaufenen Quartal 218 Millionen Dollar oder 26 Cents pro Anteil verdient, gegenüber 404 Millionen Dollar oder 46 Cents pro Aktie in der Vorjahresperiode.

Die Ertragswarnungssaison läuft indes weiter: Ob Peoplesoft, Bristol-Myers, Broadvision oder Checkpoint Software - die Ertragslage von Corporate Amerika wirkt nach wie vor angeschlagen. Wenn eines in dieser Woche den Aktienmarkt beeinflusst hat, dann die zahlreichen Ertragswarnungen. Und die Saison wird wohl auch in der kommenden Woche eine bedeutende Rolle spielen. Der Einzelhandel wird nächste Woche die Verkaufszahlen für den März melden und dürfte die Gelegenheit nutzen um auch Ertragswarnungen auszusprechen, meinen die Analysten von Thomson Financial.

Bei den Blue Chips ist der diversifizierte Technologie-Konzern 3M am Freitag Morgen positiv in den Schlagzeilen: Das Management revidiert die Ertragsprognosen für das erste Quartal nach oben. Das Ergebnis vor einmaligen Kosten werde bei 1,20 Dollar pro Aktie liegen und nicht, wie bisher vermutet, in einer Spanne von 1,05 bis 1,20 Dollar. Neben Kostensenkungen soll gleichzeitig das operative Geschäft angekurbelt werden, gab Finanzvorstand Patrick Campbell bekannt.

Dagegen mußte Speicherspezialist Mc Data einräumen, dass der Verlust im ersten Quartal größer ausfallen werde als erwartet. Dabei hatte das Unternehmen seine Prognosen vor vier Wochen bereits zurückgenommen. Das Minus liegt bei 4 bis 7 Cent pro Anteil und damit doppelt so hoch wie vorhergesagt. Der Umsatz liegt bei 62 Millionen Dollar, gegenüber den erwarteten 73 Millionen. Grund: Der Großkunde EMC ist McData abgesprungen.

Telekomausrüster Nortel ist ebenfalls unter Druck. Die Kreditagentur Moody?s Investors Service hat die Qualität von Nortel Networks ausstehenden Verbindlichkeiten auf "Junk" abgestuft. Dies habe auf das operative Geschäft des kanadischen Herstellers von Telekom-Technologie wohl kaum einen Effekt, so Vorstand Frank Dunn. Moody?s habe die Qualität in erster Linie wegen des branchenweit schlechten Umfelds vorgenommen. Glaubt man allerdings den Analysten bei Moody?s, dürfte sich die Lage von Nortel wohl weiter verschlechtern. Die Experten bezweifeln, dass das Management die angepeilte Gewinnschwelle im vierten Quartal erreichen kann. Schwarze Zahlen sind wohl erst wieder 2003 in Sicht. Die Einbrüche bei den IT Investitionen sollten die Umsätze noch stärker belasten als bisher angenommen.

Erfreuliches gibt es dagegen aus dem Halbleiterbereich: Der Ausrüster KLA Tencor profitiert von positiven Einschätzungen von Goldman Sachs. Die Analysten haben die Prognosen angehoben.

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