Nach Armeerevolte
Libyen stärkt Truppen in Zentralafrikanischer Republik

Vier Tage nach Beginn der Armeerevolte in der Zentralafrikanischen Republik hat die libysche Armee dort ihre Präsenz zum Schutz von Präsident Ange-Felix Patasse verstärkt. Wie der Radiosender BBC am Dienstag berichtete, blieb die Lage in der Hauptstadt Bangui angespannt.

dpa NAIROBI/BANGUI. Die revoltierenden Anhänger des entlassenen Armeechefs Francois Bozize hätten sich im Norden der Stadt verschanzt. Sie lieferten sich Schusswechsel mit libyschen Soldaten und Präsidentengarden.

Libyen unterstützt Präsident Patasses angeschlagene Regierung seit einem gescheiterten Putschversuch im Mai. Derweil versuchte ein Repräsentant der Vereinten Nationen, der senagalesische General Lamine Cisse, zu vermitteln. 

Augenzeugen berichteten dem Sender von zahlreichen Schusswechseln in der 500 000-Einwohner-Metropole. Eine auf die Präsidentenvilla gerichtete Mörsergranate habe ihr Ziel verfehlt. Am Montag sei ein libysches Flugzeug mit Soldaten und militärischer Ausrüstung gelandet.

Patasse bezichtigt seinen im vergangenen Monat entlassenen Armeechef der Teilnahme an diesem vereitelten Coup. Die jüngste Revolte hatte sich am Samstag entzündet, als Sicherheitskräfte Bozize verhaften wollten.

Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1960 hat das rohstoffreiche, aber völlig verarmte zentralafrikanische Land eine Reihe von Putschen und Armeerevolten erlebt. Von 1998 bis zum vergangenen Jahr stützten UN-Blauhelme das Regime von Patasse.

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