Nach Auffassung von Greenpeace liegt ein Verstoß gegen europäische Richtlinien vor
Greenpeace will Atomtransporte gerichtlich stoppen

vwd HAMBURG. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace will die bevorstehenden Atomtransporte aus deutschen Kernkraftwerken in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague mit rechtlichen Mitteln stoppen. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch zufolge wurde beim Bundesamt für Strahlenschutz gemeinsam mit Anwohnern möglicher Transportstrecken Widerspruch gegen die Transportgenehmigung für acht mit Atommüll beladene Behälter eingelegt. Hauptkritikpunkt sei, dass die Transporte gegen das europäische Atomrecht verstießen.

Atomtransporte können nicht gerechtfertigt werden

Die sogenannte Euratom-Richtlinie verlange eine Rechtfertigung für alles, was zu gesundheitlichen Folgen beim Menschen führen könnte. "Diese ist für Atomtransporte in die Wiederaufbereitungsanlage nicht gegeben", so Greenpeace. Eine schadlose Verwertung von Atommüll sei in La Hague nicht gegeben. Die Energieunternehmen, die mit Atomanlagen Geld verdienten, seien die Einzigen, die in der Wiederaufbereitung noch einen Vorteil sehen würden. Der Widerspruch habe aufschiebende Wirkung, es sei denn, die Kraftwerksbetreiber beantragten beim Bundesamt für Strahlenschutz den Sofortvollzug der Transportgenehmigungen.

Ende September hatte das Bundesamt für Strahlenschutz acht Transporte aus den Kernkraftwerken Philippsburg, Stade und Biblis nach La Hague genehmigt mit einer Befristung bis Ende des Jahres.

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