Nach ausbleibenden Staatshilfen
Cargolifter-Aktien im Sturzflug

Die Aktie des insolventen Luftschiffbauers Cargolifter ist am Montag angesichts ausbleibender Staatshilfen für das Unternehmen um mehr als 70 Prozent eingebrochen.

Reuters FRANKFURT. Die Aktie steht bei 0,28 Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Freitagabend nach Börsenschluss mitgeteilt, es könne der Bitte des Insolvenzverwalters um eine Hilfe in Höhe von 40 Millionen Euro nicht nachkommen. Die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen seien nicht gegeben. "Das ist nicht die Aktie, die man sich jetzt noch ansehen muss", sagte ein Aktienhändler am Montag.

Das vor knapp sechs Jahren gegründete Unternehmen hatte mit ihrem Projekt, einen Zeppelin für den Schwerlasttransport zu entwickeln, in den 90er Jahren vor allem Kleinanleger fasziniert. Bereits vor dem Börsengang war die Aktie bei Privaten beliebt, die sich mitunter durch einen Aufkleber auf ihrem Auto zu dem als ökologisch korrekt geltenden Engagement bekannten. Der Marktstart des Luftschiffs wurde jedoch mehrfach verschoben, im vergangenen Monat wurde der Insolvenzantrag eingereicht. Die im Juni 2000 zu 15 Euro ausgegebene Aktie war in der Spitze bis auf 27,00 Euro gestiegen.

Die derzeit im MDax für mittelgroße Werte notierte Aktie gilt angesichts der wirtschaftschaftlichen Situation des Unternehmens und wegen des Kursverfalls als ein Abstiegskandidat aus dem Index, wenn die Börse am Dienstagabend über mögliche Veränderungen des Index berät.

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