Nach Beginn des Irak-Krieges: Opec hebt Förderbegrenzung auf

Nach Beginn des Irak-Krieges
Opec hebt Förderbegrenzung auf

Nach dem Beginn des Irakkrieges hat die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) alle Förderbegrenzungen aufgehoben. Die Mitglieder seien aufgefordert, auch ihre Reservekapazitäten zur Produktion zu nutzen, hieß es in einer am Donnerstag in Wien verbreiteten Erklärung des Opec-Präsidenten Abdullah Bin Hamad Al-Attiyah.

HB/dpa WIEN. Damit solle nach dem Ausfall der Förderung beim Opec-Mitglied Irak die ausreichende Ölversorgung sichergestellt werden.

Die Opec hatte zuletzt offiziell 24,5 Mill. Barrel (159 Liter) am Tag gefördert, jedoch hatten sich zahlreiche Kartellmitglieder nicht an diese Begrenzung gehalten. So soll das mit Abstand wichtigste Opec-Mitglied Saudi Arabien statt täglich knapp acht Millionen, über neun Mill. Barrel Öl aus dem Boden gepumpt haben. Nach Branchenschätzungen soll das Land mit den höchsten Ölreserven der Welt noch freie Förderkapazitäten von 1,5 Mill. Barrel besitzen, die innerhalb von Wochen genutzt werden könnten.

Der saudiarabische Erdölminister Ali Ibrahim el-Naimi hatte wiederholt versichert, die Opec werde trotz des Krieges für ein genügend großes Ölangebot sorgen. Zuletzt hatte der Irak schätzungsweise zwischen zwei und 2,5 Mill. Barrel am Tag gefördert und davon 1,5 Mill. Barrel ausgeführt. Nach unbestätigten Berichten soll Saudi Arabien in den letzten Monaten eine Ölreserve von 50 Mill. Barrel angelegt haben, um sie nach Ausfall der irakischen Öllieferungen auf den Markt zu bringen.

Schon in den vergangenen Tagen soll Kuwait, das nach Opec-Vorgaben zwei Mill. Barrel fördert, seine Produktion ausgeweitet haben. Auch Venezuela, das in den letzten Monaten wegen der innenpolitischen Streiks deutlich weniger als die Hälfte der offiziellen Quote von 2,8 Mill. Barrel produziert hatte, will deutlich mehr als diese offizielle Menge fördern. Dadurch solle zusätzliches Öl im Ausland verkauft werden, das wegen der Streiks nicht abgesetzt werden konnte, hatte der Ölminister Rafael Ramirez in der vergangenen Woche angekündigt.

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