Nach Bekanntgabe der Neunmonatszahlen
Deutsche Bank von Analysten "positiv" bewertet

Die strategische Ausrichtung des Bankkonzerns sei für die Bewertungen entscheident, sind sich unterschiedliche Analysten einig.

vwd FRANKFURT. "Grundsätzlich positiv" und "sehr positiv" bewerten die Bankanalysten Dieter Hein (Credit Lyonnais) und Konrad Becker (Merck, Finck) das operative Geschäft und die strategische Ausrichtung der Deutschen Bank, die an diesem Mittwoch ihren Zwischenbericht per Ende September 2000 veröffentlichen wird. Auch Volker von Krüchten (BHF-Bank) ist nicht weit entfernt von dieser Einschätzung. Im Gespräch mit vwd wies er darauf hin, dass Quartalsergebnisse die längerfristig denkenden Analysten nicht so sehr interessieren. Insbesondere beim dritten Quartal sei man an "Durchhänger" gewöhnt, so von Krüchten.

Der BHF-Bank-Analyst schätzt für die Deutsche Bank für die Jahre 2000/2001 (1999) die um Sondererträge bereinigten (also 2000 "ohne Allianz") Ergebnisse pro Aktie auf 4,19/5,30 (3,20) Euro. Wie und ob diese Erwartungen realisiert werden können, werde im hohen Maße von der Performance der Anlagemärkte abhängen, Asset-Management und Anlagegeschäft für die Privatkundschaft seien darin als die starken Gewinnbeiträge enthalten.

Dieter Hein schätzt den Gewinn pro Aktie für die Deutsche Bank 2000/2001 (1999) auf 4,40/4,90 (2,70) Euro und Konrad Becker auf 4,99/5,63 /2,76) Euro, beide rechnen Sondererträge auch heraus, nehmen also die DVFA-Banken-Formel. Die Strategie der Deutschen Bank nennt Volker von Krüchten "sinnvoll" mit dem Ziel "global Investmentbanking" und Ausbau der Vertriebswege in Deutschland und in Europa. Hein schließt sich dem an und hebt die Ziele "global Investmentbanking" und "europäische Bank" hervor, nur seien diese Ziele noch nicht voll erreicht; aber die Deutsche Bank sei so groß positioniert, wodurch sie nicht unter Akquisitionszwang steht, so Becker.

Für die ersten drei Quartale 2000 der Deutschen Bank reichen die Schätzungen der Analysten für den Gewinn vor Steuern von 5,3 Mrd Euro bis 6,01 Mrd Euro, verglichen mit 2,7 Mrd Euro im Vorjahreszeitraum. Für den Nettogewinn reichen die Prognosen von 4,0 Mrd Euro bis 4,4 Mrd Euro nach 1,9 Mrd Euro im Vorjahreszeitraum.

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