Nach Berichten über anstehende Klagen
Vodafone dementiert Schadenersatzforderungen

dpa LONDON. Der britische Mobilfunker Vodafone hat einen Bericht der "Times" dementiert, wonach ihr in den USA Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe drohen. Nach einem Bericht der Zeitung vom Donnerstag wollen amerikanische Handy-Besitzer, die an einem Gehirntumor erkrankt sind, eine ganze Reihe von Mobilfunkanbietern verklagen, darunter Verizon Wireless, ein Joint Venture von Vodafone und Bell Atlantic. Doch ein Sprecher von Vodafone sagte in London, das Unternehmen sei von den Klagen nicht betroffen. "Meines Wissens haben wir überhaupt nirgendwo in der Welt irgendwelche Vorladungen oder andere Gerichtssachen zu diesem Thema." Im übrigen gebe es bisher keine Beweise für Gesundheitsschäden durch Handys.

Die "Times" sprach dagegen vom bisher "größten juristischen Angriff auf die Mobilfunkindustrie". Die Tumorpatienten würden von Staranwalt Peter Angelos vertreten, der wesentlich an der erfolgreichen Milliarden-Klage gegen die Tabakbranche im US-Staat Maryland beteiligt gewesen sei. John A. Pica, ein Anwalt aus Angelos' Kanzlei, sagte der "Times": "Wenn diese Firmen die Gefahren der Mobilfunkstrahlung kannten, dann sollten sie bestraft werden - und zwar hart." Die Klagen sollen demnach im kommenden Jahr in Kalifornien, Kentucky und Maryland eingereicht werden.

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