Nach Börseneinführung
Verhaltene Aufnahme der Orange-Aktien

Die Aktie der France Télécom-Mobilfunktochter Orange gab nach einem kleinen Sprung von 9,5 Euro auf 9,90 Euro im Verlauf auf 9,77 Euro nach.

dpa PARIS. Die France Télécom-Mobilfunktochter Orange ist bei der Börseneinführung am Dienstag in Paris nur verhalten aufgenommen worden. Nach einem kleinen Sprung von 9,5 Euro auf 9,90 Euro gab das Papier im Verlauf auf 9,77 Euro nach. Etwa 1,4 Mill. Anleger in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Italien hatten die Aktie gezeichnet.

France Télécom hatte wegen des ungünstigen Börsenklimas Schwierigkeiten, die Aktie zu platzieren. Während der Zeichnungsfrist wurde die Preisspanne für das Papier wegen mangelnder Nachfrage von 11,5 bis 13,5 Euro auf 9,5 bis 11 Euro gesenkt und der Börsengang um einen Tag verschoben. Der Ausgabepreis betrug für Privatanleger 9,50 Euro und für institutionelle Investoren 10 Euro.

13 % des Kapitals an der Börse

Eingeführt wurden 633 Mill. Aktien, die 13 % des Kapitals von Orange entsprechen. Der hochverschuldete Telekom-Riese hatte sich von dem Börsengang Einnahmen von neun bis 10,3 Mrd. Euro versprochen, deutlich weniger als ursprünglich erwartet. Mit dem Geld muss das Unternehmen seine Schulden bei dem früheren Orange-Besitzer Vodafone begleichen. Vor dem 31. März ist eine erste Rate von sieben Mrd. Euro fällig.

Orange ist mit knapp 30 Mill. Kunden der zweitgrößte Mobilfunkanbieter in Europa und zusammen mit der britischen Vodafone auf allen großen europäischen Märkten präsent.

Die Konkurrenten von Orange beobachten die Entwicklung sehr genau. Die hoch verschuldeten deutschen, britischen und niederländischen Telekommunikationskonzerne befürchten ähnliche Probleme bei den für dieses Jahr geplanten Börsengängen ihrer Mobilfunktöchter. Die Platzierung der Orange-Aktien galt als wichtiger Test für das Interesse der Investoren an Handy-Titeln.

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