Nach Bonität gestaffeltes Klassifizierungssystem
Raiffeisenbanken reformieren Sicherungseinrichtung

Der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) hat die Reform seiner Sicherungseinrichtung am Mittwoch abgeschlossen.

Reuters BERLIN. Die Mitgliedsbanken des BVR stimmten beim Verbandstag in Berlin einem nach Bonität gestaffelten Klassifizierungssystem zu. Die für eine Satzungsänderung nötige Drei-Viertel Mehrheit wurde erreicht, nachdem sie im Dezember noch knapp verfehlt worden war. BVR-Präsident Christopher Pleister erklärte zu dem neuen Votum, es liege nun ein stimmiges Regelwerk vor, dass das System der solidarischen Institutssicherung grundlegend modernisiere.

Die Sicherungseinrichtung, die etwa mit dem Einlagensicherungsfonds der privaten Banken zu vergleichen ist, springt bei wirtschaftlichen Schieflagen der Mitgliedsbanken ein. Ab dem kommenden Jahr sollen die Banken je nach ihrer Bonität einen unterschiedlichen Beitrag zahlen - gestaffelt nach acht Klassen. Als Grundlage dienen Kennzahlen zur Vermögens-, Ertrags- und Risikolage. Institute mit guter Bonität müssen bis zu 10 Prozent weniger als den Normalbeitrag zahlen, Banken mit schlechterer Bonität bis zu 40 Prozent mehr.

Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit zunehmenden Risiken bei Kreditausfällen und hat deshalb den Beitragssatz auf 1,75 von zuletzt 1,1 Promille des Kundenkreditvolumens erhöht.

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