Nach dem Atomabkommen von 1994
Medienberichte über Nuklear-Tests in Nordkorea

Nordkorea hat nach südkoreanischen Zeitungsberichten auch nach dem Atomabkommen mit den USA von 1994 mindestens 70 Nukleartests mit hoch explosivem Material ausgeführt.

HB/dpa SEOUL. Entsprechende Informationen habe der US-Militärgeheimdienst dem südkoreanischen Generalstabschef Lee Nam Shin mitgeteilt, berichtete am Mittwoch die konservative Zeitung "Chosun Ilbo" unter Berufung auf ungenannte Regierungsvertreter in Seoul. Danach sollen die Versuche in den vergangenen Jahren dem Programm zum Bau von Atomwaffen gedient haben.

Im November vergangenen Jahres hatte das südkoreanische Verteidigungsministerium bereits berichtet, dass Nordkorea im Rahmen seines Kernwaffenprogramms angeblich zwischen 1983 und 1993 Sprengstofftests durchgeführt habe. Diese Tests seien bis 1998 fortgesetzt worden. Im Rahmenabkommen mit USA hatte sich Nordkorea zur Einstellung seines umstrittenen Atomprogramms verpflichtet. Im Gegenzug wurden Pjöngjang zwei moderne Kernreaktoren zugesagt.

Nordkorea hatte in der vergangenen Woche angekündigt, als Reaktion auf den Stopp von amerikanischen Öllieferungen seine umstrittenen Atomanlagen zur Stromerzeugung wieder anzufahren. Im Oktober hatte die USA mitgeteilt, dass Nordkorea die Existenz eines geheimen Kernwaffenprogramms zugegeben habe.

Der Zeitungsbericht erschien nur einen Tag vor der Wahl eines neuen Präsidenten im Nachbarland Südkorea. Wahlkampf dort war durch die nordkoreanische Nuklearfrage geprägt.

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