Nach dem Azoren-Gipfel
Irak wirf US-Regierung Arroganz vor

Die irakische Führung hat die US- Regierung nach dem Dreier-Gipfel auf den Azoren der Arroganz bezichtigt. "Dies ist eine verrückte Machtdemonstration, die sie (die USA) nur noch weiter in die Isolation treiben wird", sagte Außenminister Nadschi Sabri am Montag im irakischen Staatsfernsehen.

HB/dpa BAGDAD/DAMASKUS/KAIRO. Die Tatsache, dass sich US-Präsident George W. Bush, der britische Premierminister Tony Blair und der spanische Regierungschef José María Aznar auf einem US-Militärstützpunkt auf einer abgelegenen Insel treffen mussten, zeige, "dass sie allein gegen den Rest der Welt stehen". Der Irak "wird sie zusammen mit ihren Träumen in der Wüste beerdigen", drohte Sabri.

Die syrische Zeitung "Al-Baath", das Verlautbarungsorgan von Präsident Baschar el Assads Regierungspartei, schriebt am Montag: "Der Dreier-Gipfel hat einen neuen Mechanismus zur Umgehung des internationalen Rechts enthüllt." Nun sei es wichtiger denn je, die Bemühungen zur Verhinderung eines Krieges international zu verstärken.

Die zu einem saudischen Verlagshaus gehörende überregionale arabische Zeitung "Al-Hayat" warf Präsident Bush vor, er habe keinerlei Ideen außer, in den Krieg zu ziehen. "Er denkt nur an Krieg. Vergesst die Diplomatie, vergesst die Politik und friedliche Lösungen, vergesst die Abrüstung!" schrieb einer ihrer Kommentatoren am Montag.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%