Nach dem deutlichen Zinsschritt
Euro trotz Leitzinssenkung im Höhenflug

Trotz der deutlichen Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) um 0,5 Prozentpunkte hat der Euro im Nachmittagshandel stark zugelegt. Experten zeigten sich überrascht von den kräftigen Kursgewinnen der europäischen Gemeinschaftswährung.

HB/dpa FRANKFURT. Am Donnerstagnachmittag kletterte der Euro bis auf 1,1833 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zuvor auf 1,1775 (Mittwoch: 1,1691) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8493 (0,8554) Euro.

"Die Devisenhändler wurden einfach auf dem falschen Fuß erwischt", sagte Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. Alle haben mit einem fallenden Euro nach der Zinssenkung gerechnet und müssen nun zukaufen. Die Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte war an den Devisenmärkten erwartet worden. Notenbankpräsident Wim Duisenberg hatte schon Tage zuvor den Zinsschritt gezielt vorbereitet.

Außerdem haben Aussagen von EZB-Präsident Wim Duisenberg dem Euro nach Einschätzung von Fritsch Auftrieb verliehen. Duisenberg erwartet für die Eurozone keine Deflation. Zudem seien die Arbeitsmarktdaten in den USA am Nachmittag schlechter als erwartet ausgefallen. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung stiegen mit 16 000 stärker als von Experten prognostiziert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7121 (0,7172) britische Pfund, 139,28 (138,60) japanische Yen und 1,5437 (1,5366) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London mit 366,75 (364,20) Dollar festgestellt. Der Kilobarren kostete 9 985 (10 025) Euro.

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