Nach dem Gewinn des World Team Cups
Chilenen peilen Daviscup-Sieg an

Die Chilenen peilen nach dem Sieg im World Team Cup auch den Gewinn des Daviscups an. Das meinte Nicolas Massu nach dem 2:1-Sieg über den letztjährigen Daviscup-Sieger Australien in Düsseldorf.

HB DÜSSELDORF. "In zwei, drei Jahren können wir mit dieser Mannschaft den Daviscup gewinnen, vielleicht auch schon nächstes Jahr. Das wäre ein Riesentraum", meinte Massu. Zuvor hatte der Titelverteidiger zuvor die deutsche Auswahl gestoppt.

Auch Chile ist wie das deutsche Team im Daviscup derzeit erstaunlicherweise nur zweitklassig. Allerdings dürfte Massu und Fernando Gonzalez der Aufstieg im September daheim gegen Japan viel leichter fallen als Rainer Schüttler, Thomas Haas und Nicolas Kiefer in der Slowakei.

Durch den mit 420 000 Euro honorierten Triumph schafften die Chilenen erst als zweite Nation nach den USA zwei Gesamtsiege in Düsseldorf nacheinander. Die Amerikaner um John McEnroe waren 1984 und 1985 erfolgreich. "Das ist das erste Mal, dass eine chilenische Mannschaft in einer Sportart zwei Mal in Folge einen so wichtigen Titel gewonnen hat. Das ist sehr wichtig für den Sport in unserem Land", sagte Gonzalez. Staatspräsident Ricardo Lagos hat angekündigt, das Siegerteam des Vorjahres, zu dem auch noch Exzentriker Marcelo Rios gehörte, mit der höchsten Sportauszeichnung des Landes zu ehren.

Der ehemalige Weltranglisten-Erste Lleyton Hewitt konnte beim 5:7, 2:6 den 13. Sieg des in Düsseldorf noch ungeschlagenen Rekordmannes Gonzalez nicht verhindern. "Er gehört zu den Top vier oder fünf und kann die besten Spieler sehr fordern", sagte Hewitt, meinte mit Blick auf die am Montag beginnenden French Open jedoch: "Ich weiß nicht, ob er sieben Matches über drei Gewinnsätze zusammen bringt." Sich selbst sieht Hewitt auf dem wenig geliebten roten Sand nicht als Favorit.

Auch Gonzalez, der Titelverteidiger Juan Carlos Ferrero im Vorjahr in Paris im Viertelfinale das schwerste Match geliefert hatte, gab sich zurückhaltend. Auch über einen Daviscup-Triumph mochte er nicht so offen spekulieren wie Massu, der Mark Philippoussis 6:3, 6:1 abfertigte und damit für die frühzeitige Entscheidung sorgte.

"Wir waren beide ein bisschen kaputt", meinte Philippoussis, der ebenso wie Hewitt schon drei lange Matches in den Knochen hatte und anders als die Chilenen am Freitag noch spielen musste. Über seine schmerzende Schulter und den verpassten vierten australischen Sieg beim World Team Cup tröstete ihn seine Freundin Delta Goodrem hinweg. Um die Pop-Queen und Philippoussis hatte es bei den Australian Open noch großen Ärger gegeben, weil sie dem Lokalmatador in Melbourne angeblich zu sehr den Kopf verdreht und vom Tennis abgelenkt hatte.

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