Nach dem Irak-Krieg
Das Imperium denkt nach

Eine Welle von US-Büchern beschäftigt sich mit der Frage der eigenen Macht - und ihren Grenzen.

Der Irak-Krieg ist vorbei, die gröbsten Risse in der transatlantischen Partnerschaft wieder gekittet. Doch die versöhnlichen Worte der vergangenen Monate verdecken nur mühsam, dass sich Amerikaner und Europäer keineswegs einig sind, welche Rolle die mächtigen USA in der Welt einnehmen sollten. Mit einer wahren Flut von Publikationen versuchen US-Wissenschaftler und Publizisten darauf Antworten zu geben.

Vor allem drei Fragen stehen dabei im Vordergrund: Sind die USA ein Imperium, vergleichbar mit dem römischen oder dem britischen? Wie konnte es dazu kommen? Und ist dies gut oder schlecht für die Welt? Für den europäischen Leser bieten die Antworten eine faszinierende, teilweise aber auch erschreckende Lektüre.

In den USA hat die "Imperiums"-Frage vor allem durch den Irak-Krieg neuen Aufschwung erlebt. Für Europäer mag angesichts der Rück- und Anschläge der Eindruck entstanden sein, dass auch amerikanische Macht begrenzt ist. Die meisten US-Autoren wählen jedoch eine längerfristige Sichtweise und ziehen völlig andere Lehren. Der rasche militärische Sieg hat bei ihnen keinen Zweifel gelassen, dass die Vereinigten Staaten heute ein politisches Gebilde mit einer zuvor nie erreichten Machtfülle sind, das "seine" Politik durchsetzen kann. Ob man dafür den Ausdruck Imperium oder Hypermacht verwende, sei nebensächlich, meint etwa Eliot Cohen, Professor an der John Hopkins Universität.

Seite 1:

Das Imperium denkt nach

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%