Nach dem Kurseinbruch in New York
Dax im freien Fall

Der deutsche Aktienmarkt hat sich sehr schwach in das Wochenende verabschiedet. Nach einem Kurseinbruch an der New Yorker Börse weitete der Deutsche Aktienindex (DAX) bei hohen Umsätzen seine Verluste am Abend auf über 5 Prozent aus und schloss bei 3891,88 Punkten.

ddp FRANKFURT. Der Nemax 50 büßte 4,3 Prozent auf 546,03 Zähler ein. Der MDAX hielt sich mit einem Minus von 1,4 Prozent auf 3594,09 Punkte vergleichsweise gut. Händler machten für die Verluste die pessimistischen Ausblicke von Ericsson und Sun Microsystems verantwortlich. Dazu kamen die schwachen Zahlen von Epcos. Der Markt sei weiterhin sehr nervös, sagten Händler. Auch kleinere Gewinne würden sofort realisiert, so dass sich eine Trendwende nicht einstelle, kommentierte ein Analyst.

Bei den Standardwerten schlossen lediglich drei Werte im Plus. MAN gewannen 5,3 Prozent auf 22,41 Euro, Linde verbesserten sich um 2,2 Prozent auf 50,67 Euro und adidas-Salomon verteuerten sich um 0,6 Prozent auf 79,71 Euro. Hohe Verluste erlitten Epcos, die sich um 16,8 Prozent auf 22 Euro verbilligten. Am Morgen hatte der Hersteller elektronischer Bauelemente angekündigt, dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal voraussichtlich einen Verlust von etwa 16 Millionen Euro statt des zuvor erwarteten Gewinns im zweistelligen Millionenbereich ausweise. Kräftige Verluste mussten auch Finanztitel hinnehmen. So verbilligten sich Allianz um 8,2 Prozent auf 163,75 Euro und Hypo-Vereinsbank um 7,3 Prozent auf 26,10 Euro. Deutsche Post ermäßigten sich um knapp 8 Prozent auf 10,10 Euro.

Im Nemax 50 büßten standen vor allem Elektronikzulieferer unter Druck. Elmos Semiconductor verloren 10,3 Prozent auf 10,32 Euro und Dialog Semiconductor gaben um 9 Prozent auf 1,70 Euro nach. Die Aktien des Chipbrokers ACG verbilligten sich um 9,9 Prozent auf 2,10 Euro. Für D. Logistics hielt der Aufwärtstrend unterdessen an: Das Papier gewann 11,4 Prozent auf 2,45 Euro. United Internet verbesserten sich um 3,1 Prozent auf 8,30 Euro und Balda verteuerten sich um 2,5 Prozent auf 4,10 Euro.

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