Nach dem Olympia-Desaster: Snowboarder auf Konfrontationskurs zum DSV

Nach dem Olympia-Desaster
Snowboarder auf Konfrontationskurs zum DSV

Nach dem Olympia-Desaster gehen die Snowboarder nun sogar auf Konfrontationskurs zum Deutschen Ski-Verband (DSV). Alpin-Bundestrainer Uwe Beier reagierte mit Unverständnis auf die Kritik von DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller und trat dem Vorwurf mangelnder Moral entschieden entgegen.

HB/sid PARK CITY. "Da herrscht ein falsches Bild in der Öffentlichkeit. Da kommen Aussagen, die größtenteils nicht korrekt sind. Ich glaube, dass alle Athleten mit der richtigen Einstellung dabei waren. Es ist schade, dass derartige Aussagen direkt vor dem Wettkampf in das Ohr der Sportler gelangen", sagte Beier. Zur dürftigen Vorstellung seiner Schützlinge hätte auch Pfüller beigetragen, der mit seinen Äußerungen großen Druck ausgeübt habe.

Gleichzeitig redete der Bundestrainer das Abschneiden seiner Snowboarder im Parallel-Riesenslalom von Park City schön. "Im K.o.-Finale kann man ausscheiden. Beide haben sich gut verkauft", lobte Beier Mathias Behounek (Rosenheim) und Katharina Himmler (München) nach dem Aus im Achtelfinale. Eine Enttäuschung sei dagegen das Ausscheiden von Ex-Weltmeister Markus Ebner (Ingolstadt) und der Olympia-Zweiten von Nagano, Heidi Renoth (Rosenheim), gewesen. Im Detail wollte sich Beier aber nicht zu Pfüller äußern, der personelle Konsequenzen und finanzielle Einschnitte angekündigt hatte. "Ich möchte da ein bisschen besser sein", sagte der Coach.

Auch die Diskussion um Strukturveränderungen im Snowboard-Bereich sieht Beier kritisch: "Wir haben keine gewachsenen Strukturen, wir sind eine junge Sportart", sagte der Bundestrainer. Deshalb müsse vor allem in der Nachwuchsarbeit der Hebel angesetzt werden.

Vor der Pleite im Riesenslalom hatten bereits die deutschen Starter in der Halfpipe enttäuscht. Ein elfter Platz von Nicola Thost (Pforzheim) war das beste Resultat. In Nagano hatten die deutschen Snowboader noch mit zwei Medaillen geglänzt. Thost gewann Gold in der Halfpipe, Renoth Silber im Riesenslalom. Daher hatte Pfüller zwei Medaillen gefordert, zumal die finanzielle Förderung zwischenzeitlich deutlich erhöht worden war.

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