Nach dem Rekordverlust
Lufthansa steigt in der Gunst der Analysten

Überraschender und fast einhelliger Tenor: Der Kurs hat mehr Potenzial als vorher. Die meisten Bankhäuser raten zum "Halten" oder "Kauf".

som DÜSSELDORF. Am Dienstag hatte die Lufthansa für 2001 ein Rekordminus von 754 Mill. Euro präsentiert. Der Konzern streicht erstmals seit acht Jahren die Dividende. Der Aktienkurs war um mehr als 6 % eingebrochen.

Sal. Oppenheim stuft nun die Aktie von "neutral" auf "outperform" hoch und erhöht den "fairen" Aktienkurs auf 22 Euro. Gestern wurden 18,75 Euro gezahlt. Das operative Ergebnis übertraf mit 20 Mill. Euro die Oppenheim-Erwartungen von 14 Mill. Euro. Kursziel 23 Euro und "übergewichten" meint Mario Kristl von Helaba Trust. Zwar hätten die Zahlen leicht unter den Markterwartungen gelegen. Auch die Dividendenstreichung überrasche negativ. Allerdings zeigten die Verkehrszahlen für Februar, dass sich die Situation nach den zuletzt dramatischen Einbrüchen bei den Passagier- und Frachtzahlen entspanne. Aufgrund der weltweit verbesserten Konjunkturaussichten rechnet Kristl damit, dass die Lufthansa zu alter Ertragsstärke zurückfindet.

HSBC in London und Bankgesellschaft Berlin raten zum "Hinzufügen" bzw. "akkumulieren". Die Erholung schreite schneller voran als erwartet, glaubt HSBC. Zudem bleibe die Marktstimmung für Airline-Aktien positiv. Das bisherige Kursziel von 20 Euro will HSBC überarbeiten und "vermutlich" erhöhen.

Dagegen empfiehlt Rolf Geck von der WGZ-Bank, die Aktie zu "reduzieren". Die Terroranschläge am 11. September und die weltweiten rezessiven Entwicklungen würden "tiefe Spuren" hinterlassen, wenngleich Lufthansa im Sektorvergleich operativ noch gut dastehe.

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