Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen
Verdi-Chef droht mit "wirklich großem Streik"

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hat Verdi-Chef Frank Bsirske erneut die Streikbereitschaft der Dienstleistungsgewerkschaft unterstrichen.

HB/dpa BERLIN. Bsirske sagte am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin: "Wenn das Angebot ernst gemeint sein sollte und das die Linie der Arbeitgeber darstellt, dann stellen sie die Weichen auf einen wirklich großen Streik im öffentlichen Dienst. Wenn es eine taktische Position für die Schlichtung ist, dann besteht die Möglichkeit im Rahmen der Schlichtung sich zu verständigen." Er werde der Tarifkommission das Scheitern der Verhandlungen empfehlen.

Die Arbeitgeber hatten in zwei Schritten 0,9 und 1,2 Prozent mehr Geld geboten. ver.di fordert mehr als drei Prozent mehr Geld für die drei Millionen Arbeiter und Angestellten des öffentlichen Dienstes. Bsirske warf der Arbeitgeberseite schlechten Verhandlungsstil vor.

"Wir haben noch verhandelt, da wurde bereits an Journalisten und Mitglieder unserer Sondierungskommission das Angebot, das uns eine Stunde später ausgehändigt wurde, verteilt. Eine Eigentümlichkeit, die nicht eben für einen guten Stil und für eine Einigungsbereitschaft von Seiten der Arbeitgeber spricht."

Die Tarifverhandlungen waren am Donnerstagmorgen nach 14-stündigen Gesprächen zwischen Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen und Gewerkschaft in Kassel vorerst gescheitert.

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