Nach dem Scheitern von Schwarz-Grün
Frankfurter CDU sucht Nähe zur SPD

Nach dem Scheitern einer schwarz-grünen Zusammenarbeit im Frankfurter Rathaus sucht die CDU offenbar den Kontakt zur SPD. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) kündigte in einem Interview der "Frankfurter Rundschau" (Samstagsausgabe) Verhandlungen mit den Sozialdemokraten an.

dpa FRANKFURT. Die SPD als "große alte Partei" werde sich nicht verweigern, meinte Roth. Der Frankfurter SPD-Chef Franz Frey sagte jedoch, es werde keine Gespräche zur Bildung einer Koalition geben.

Zuvor hatte es geheißen, SPD-Bürgermeister Achim Vandreike habe ein Gesprächsangebot der CDU angenommen. Dabei gehe es aber nicht um Koalitionsgespräche, sagte Frey. Die SPD werde sich an ihren Parteitagsbeschluss vor der Kommunalwahl halten, wonach die Partei keine Koalition mit der Union eingehen soll. Zu einer möglichen großen Koalition sagte Frey: "Das ist absoluter Quatsch". Es werde mit wechselnden Mehrheiten regiert werden müssen.

Als Grund für das Scheitern von Schwarz-Grün nannte Roth den Zeitdruck. "Wir hätten mehr Zeit gebraucht", sagte sie der "Frankfurter Rundschau". Auch sei die Zusammenarbeit von CDU und Grünen in beiden Parteien zu wenig vorbereitet. Das von CDU, Grünen und FDP ausgehandelte Regierungsprogramm will sie als "Arbeitsgrundlage" in den Magistrat einbringen.

Die Grünen in Frankfurt haben unterdessen das Ende der schwarz- grünen Zusammenarbeit bekräftigt. "Für uns steht fest, dass die Gespräche mit CDU und FDP beendet sind", teilte die Verhandlungskommission der Grünen am Freitag mit. Die bereits festgezurrte schwarz-gelb-grüne Koalition war vor wenigen Tagen daran gescheitert, dass ein Republikaner mit einer Leihstimme zum ehrenamtlichen Stadtrat gewählt wurde.

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