Nach dem Sieg über Japan
Turkish Dönermyte

Ausnahmezustand in der größten türkischen Kolonie außerhalb der Türkei nach dem Einzug ins Viertelfinale. In Kreuzberg und am Kurfürstendamm kam der Straßenverkehr zum Erliegen - Die automobile Fortbewegung beschränkte sich auf einen spontanen Autokorso.

dpa BERLIN. In der "größten türkischen Gemeinde" außerhalb der Türkei ist am Dienstag nach dem Einzug ihrer Fußball- Nationalmannschaft ins WM-Viertelfinale Freudentaumel pur ausgebrochen. Mit einem spontanen Autokorso, Hupkonzerten und Böllern feierten in Berlin tausende Türken den bisher größten Erfolg ihrer Nationalelf in der Geschichte der Weltmeisterschaft. Vor allem in den Stadtteilen Kreuzberg, Wedding und Neukölln, wo die meisten der etwa 200 000 Türken leben, hallte mit dem Schlusspfiff frenetischer Jubel wider. In Kreuzberg und am Kurfürstendamm wurde der Straßenverkehr lahm gelegt.

Eine jubelnde und fahnenschwenkende Kolonne tausender Menschen startete unter anderem vom Sony-Center am Potsdamer Platz. Dort hatten zuvor etwa 2500 Begeisterte am Morgen auf einer Großleinwand das Spiel gegen Japan verfolgt und den 1:0-Sieg gefeiert. Zahlreiche weitere Fans hatten sich vor dem völlig überfüllten Gebäudeensemble versammelt.

Bei der Übertragung des WM-Spiels Japan-Türkei gab es bereits um 8.44 Uhr den ersten Torschrei der Türken: Ümit Davals Kopfball zum 1:0 gegen Japan wurde von den Berliner Fans der Türkei bejubelt. Rote Nationalfahnen wurden geschwungen, es herrschte fast bessere Stimmung als im Stadion in Japan. Die Zeichen standen aber auch günstig für die Türken: Mit Schiedsrichter Pierluigi Collina (Italien) hat die Türkei noch nie verloren.

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